“Die Ostkirchen sind auf die Solidarität aus Deutschland angewiesen”

missio-Präsident Prälat Dr. Klaus Kränmer und Vizepräsident Dr. Gregor von Fürstenberg begrüßten Kardinal Sandri im missio-Haus in Aachen. Foto: Christian Schnaubelt / missio

„Ich kann die großartige Solidarität von missio Aachen mit den Ostkirchen nur anerkennen und ermutigen, auf diesem Weg weiterzugehen.“ So hat Kardinalpräfekt Leonardo Sandri am 4. Oktober in Aachen die Arbeit des Internationalen Katholischen Missionswerkes missio gewürdigt. Kardinal Sandri ist an der römischen Kurie der höchste Verantwortliche für die katholischen Ostkirchen im Nahen Osten, in Osteuropa, in Indien und in der weltweiten Diaspora. „Insbesondere die Kirchen im Irak, Ägypten und Syrien, die in jüngster Zeit besonders zu leiden haben, sind auf diese Solidarität angewiesen“, so der Präfekt der Kongregation für die orientalischen Kirchen.

missio-Präsident Prälat Dr. Klaus Krämer sagte, „dass das Thema Religionsfreiheit und bedrängte Christen unsere Arbeit weiter prägen wird“. Gerade erst habe missio in Beirut eine Konferenz mit hochrangigen Kirchenvertretern und kirchlichen Mitarbeitern aus Syrien veranstaltet. „Die Situation dort ist düster, aber wir müssen helfen, materiell und mit dem Gebet“, so Prälat Krämer.

missio Aachen startet am 7. Oktober mit der „Aktion Lebenszeichen“ deshalb auch ein neues Gottesdienst- und Aktionsformat, mit dessen Hilfe alle Bürger in Deutschland ihre Solidarität mit bedrängten Christen ausdrücken können.

Der Besuch von Kardinal Sandri in Aachen steht im Rahmen der Eröffnung der Missio-Kampagne zu Beginn des Weltmissionsmonats, dessen Auftakt am 6. Oktober mit einem Gottesdienst im Kölner Dom gemeinsam mit dem koptisch-katholischen Patriarchen Ibrahim Isaak Sedrak und Erzbischof Joachim Kardinal Meisner gefeiert wird.

Leonardo Kardinal Sandri (69) ist seit 2007 Präfekt der Kongregation für die orientalischen Kirchen im Vatikan. Er ist damit an der römischen Kurie der höchste Verantwortliche für die katholischen Ostkirchen im Nahen Osten, in Osteuropa, in Indien und in der weltweiten Diaspora. Der gebürtige Argentinier war zuvor im Diplomatischen Dienst des Vatikans unter anderem tätig als Apostolischer Nuntius in Venezuela und Mexiko. Zum Kardinal ernannt wurde er 2007. Zum Priester geweiht wurde der heutige Kardinal am 2. Dezember 1967 in Buenos Aires. Seit Mitte der siebziger Jahre ist er mit Unterbrechungen in verschiedenen Funktionen im Diplomatischen Dienst des Vatikans und an der Römischen Kurie tätig, u.a. als Substitut unter Johannes Paul II. und Benedikt XVI. Leonardo Kardinal Sandri ist Mitglied in weiteren Kongregationen, Räten und Kommissionen der Kurie, unter anderem der Bischofskongregation und der Kongregation für die Evangelisierung der Völker.

Das Foto zeigt missio-Präsident Prälat Dr. Klaus Krämer und Vizepräsident Dr. Gregor von Fürstenberg mit Leonardo Kardinal Sandri im missio-Haus in Aachen.
Foto: Christian Schnaubelt / missio

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