Solidaritätsaktion für Jacques Mourad

Father Jacques Mourad war in Gefangenschaft des Islamischen Staates. Er glaubt, dass ihn sein lebenslanger Einsatz für den christlich-muslimischen Dialog gerettet hat. Dabei wurde er auch unterstützt von zahlreichen Botschaften von Menschen aus Deutschland, die ihm durch missios Solidaritätsaktion Mut zusprechen. Machen auch Sie mit!

Rund 300 Solidaritätskarten für Jacques Mourad haben uns bereits erreicht.

1. Father Jacques, was möchten Sie den Menschen sagen, die Ihnen diese ermutigenden Worte geschrieben haben?

Ich bin von der Anteilnahme und der Solidarität sehr gerührt und möchte mich für die Idee bedanken. Ich danke unseren Freunden, die für mich gebetet haben. Dank Euch und wegen eures Gebets kann ich heute hier sein – nicht nur ich, sondern auch 250 weitere Menschen, die vom IS in Gefangenschaft genommen wurden. Dank Euch konnten wir gerettet werden. Danke.

2. Wie wichtig ist den Menschen in Syrien diese Solidarität – sowohl die materielle Hilfe wie auch die Solidarität im Gebet?

Das ist ein großes Rätsel. Die Kirche ist auf der ganzen Welt eine große Gemeinschaft. Die Tatsache, dass viele Menschen die Gottesdienste besuchen, sich die Zeit nehmen, um für das syrische Volk zu beten, für dieses Land das unter Krieg leidet, dafür möchten wir ihnen großen Dank spenden. Das ist eine enorme Unterstützung für uns.

Gleichzeitig möchte ich sagen, dass uns die europäischen Völker materiell geholfen haben. Dank der materiellen Hilfe haben diese Menschen etwas zu essen. Sie haben kein Geld, sie haben keine Arbeit, durch die europäische Unterstützung konnten diese Menschen überleben. Außerdem möchte ich mich für die medizinische Versorgung bedanken. Im Krieg leiden viele Menschen unter psychologischem Druck und physischen Krankheiten. Sie sind erschöpft und auf medizinische Hilfe angewiesen. Durch die Unterstützung Europas waren sogar schwierige Operationen möglich, ohne die die Kranken nicht überlebt hätten.

3. Was können die Menschen und die Politik in Deutschland für Syrien und den Nahen Osten tun?

An dieser Stelle möchte ich noch einmal dem deutschen Volk und der deutschen Regierung danken. Ich möchte mich dafür bedanken, dass sie die Menschen hier in Empfang genommen haben. Es war ein herzlicher und familiärer Empfang. Viele der Flüchtlinge, die ich hier in Deutschland besucht habe, haben mir erzählt, dass sie herzlich aufgenommen wurden. Der Regierung möchte ich dafür danken, dass sie viele Menschen gerettet hat, die vor dem Tod im Krieg geflohen sind. Ich bitte darum „Helfen Sie dem syrischen Volk, sodass wieder Frieden herrschen kann. Unternehmen Sie alle möglichen Anstrengungen, damit die Welt versucht diesen Krieg zu beenden.“

4. Was kann missio tun?

Das, was missio gemacht hat, ist enorm. Wir tragen einen großen Dank mit uns. Alles was ihr für uns getan habt und immernoch tut – danke dafür und macht weiter so. Wir sind auf eure Hilfe und Freundschaft angewiesen. Wir sind auf eure spirituelle und materielle Hilfe angewiesen.

5. Was sagen Sie den Menschen in Deutschland, denen es schwerfällt, Flüchtlinge aufzunehmen und Angst vor dem Fremden und dem Islam haben?

Ich sage ihnen das, was Jesus einst sagte: „Hab keine Angst, meine kleine Herde!“ Wenn wir die Boten Christi sind, wenn wir die Boten des Evangeliums sind, sind wir dazu eingeladen die Weisungen des Herrn zu befolgen. Wir sind dazu eingeladen die Weisungen Christi zu verwirklichen. Wir sind dazu eingeladen die Weisungen Gottes im Hier und Jetzt zu konkretisieren. Muslime sind nicht unsere Feinde, sie sind unsere Brüder, daran sollten wir uns erinnern. Nicht alle Muslime sind radikale Islamisten oder Fundamentalisten – das sollten wir nicht vergessen. Wir sollten dazu beitragen, dass die Liebe Gottes zur Wirklichkeit wird. Habt keine Angst vor Herausforderungen, die Liebe Gottes wird alle Menschen retten.

Machen auch Sie mit bei der Solidaritätsaktion für Fr. Jacques Mourad!

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