Über die derzeitige Situation auf den Philippinen

Von Schwester Luz

Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte hat im Kampf gegen Islamisten das Kriegsrecht über die südliche Region Mindanao verhängt. Welche Folgen das für die Menschen vor Ort hat, berichtet Schwester Luz.

Zurzeit gibt es 140.000 Menschen in Marawi, die kein Dach über dem Kopf haben. Die Regierung befürchtet, dass die Zahl noch weiter steigen wird. Wir beobachten, dass immer mehr Menschen abwandern, weil ihre Heimat bombardiert wird.

Eine weitere große Sorge ist die Geiselnahme von Fr. Chito Suganob und weiteren Personen, die in der St. Mary’s Kathedrale in Marawi festgehalten werden.

Wir kämpfen für den interreligiösen Dialog. Sicherlich gibt es Pläne einen Konflikt zwischen Christen und Muslimen anzukurbeln, aber die Moros, die größte nicht-christliche Gruppe auf den mehrheitlich römisch-katholischen Philippinen, haben gesagt, dass sie gegen Extremismus und haben die Saboteure des Friedens als nicht-muslimisch bezeichnet. SAMIN kooperiert bei der Leitung einer interreligiösen Gruppe. Wir folgen einer nationalen humanitären und solidarischen Mission, um auf die Bedürfnisse der Menschen eingehen zu können.

Wir hoffen, dass weiterhin ein Bewusstsein dafür geschaffen wird, dass die Menschenrechte hier bedroht und teilweise gebrochen werden. Kardinal Quevedo hat dem Ausnahmezustand zugestimmt, aber nur wenn moralische Bedingungen eingehalten werden. SAMIN ist zurzeit eher gegen den Ausnahmezustand, weil die Erfahrungen unter Marcos auch mit guten Absichten begonnen haben, dabei wurde es zu einem 20-jährigen Alptraum, über den die Kirche bis zu den friedlichen EDSA Massendemonstrationen still schwieg.

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