Schreie der Rohinyas – Schreie der Menschlichkeit

myanmar-flagge_full_lSeit Jahrzehnten werden die Rohingya in Myanmar unterdrückt. Sie leiden unter Ausgrenzung und Gewalt. Myanmar ist buddhistisch orientiert, die Rohingya sind aber eine muslimische Minderheit und gelten in dem Land nicht als eine eigene Bevölkerungsgruppe. Das Land erkennt ihnen Rechte ab und richtet Militäroffensiven gegen sie. Missio-Projektpartner Kardinal Patrick D’Rozario, Erzbischof von Dhaka, berichtet über die jüngsten Anschläge und die Flüchtlingssituation vor Ort.

Die Menschlichkeit wird Welt von vielen Personen auf so viele Art und Weisen auf der ganzen Welt angegriffen.

Der jüngste Anschlag ist eine Attacke auf das Menschsein der Rohingya in Rakhaine in Myanmar. Der Anschlag resultierte in einer Abwanderung von über 400.000 Menschen. Sie verließen ihr Heimatland und gingen nach Bangladesch, ohne Hoffnung für die Zukunft, ohne Träume. Sie wollten einfach ihr Leben vor den unmenschlichen Grausamkeiten retten.

Trotz dieser Anschläge ist unsere Menschlichkeit nicht vollkommen zerstört worden. Als Beispiel kann man hier Bangladesch nennen, das seine Grenzen geöffnet hat. Die Menschen vor Ort öffneten ihre Herzen für die Kinder, Frauen, Alten, Kranken, Verwundeten und sogar für die unzähligen Ungeborenen. Es ist ein Beispiel für die Mütterlichkeit der Menschlichkeit, die von dem Premierminister von Bangladesch, Sheikh Hasina, manifestiert wurde. Die Menschen in Bangladesch sind ebenfalls ein Beispiel dafür. Das Land tut, was es kann. In der Armut teilt es seine Reichtümer, menschliche Werte und den Schatz unserer Kultur.

Diese liebevolle Geste Bangladeschs sollte die Wahrnehmung der Welt wecken, um ein Bewusstsein zu schaffen oder sogar den Druck auf die Autoritäten Myanmars zu verstärken. Sie sollen daran erinnert werden, dass Menschlichkeit ohne politische, religiöse, ethnische und geschichtliche Berechnungen möglich ist.

Die Liebe Bangladesch sollte die Autoritäten Myanmars unter Druck setzen, sodass sie ihre Grenzen öffnen, damit ihre Brüder und Schwestern in ihr Heimatland zurückkehren können, ohne Angst davor haben zu müssen, dass ihre Würde, ihre Rechte und ihre Sicherheit missachtet werden. Auf diese Weise wird die Menschlichkeit auf ein neues wiederauferweckt.

Die Kirche besitzt ethische und spirituelle Werte, die große Macht besitzen. Die Machthaber, in Myanmar oder woanders, sollten dies wissen.

Die Schreie der leidenden Rohingya sind in unseren Ohren angekommen. Unsere Augen sahen ihr Leiden. Unsere Herzen sind voller Mitgefühl. Die Katholische Kirche in Bangladesch – insbesondere Caritas Bangladesch – wartet auf Entscheidungen und die Erlaubnis bestimmter Regierungsagenturen, damit sie schnell in der Region helfen können, um den Opfern helfen zu können, indem sie sie mit Essen, Kleidung, Wasser, Medizin und ihrer Betreuung unterstützen können.

Vielen Dank an den Heiligen Vater Franziskus, der immer auf der Seite der Rohingya Opfer stand. Er ist bei uns. Vielen Dank an Caritas Internationalis, die die lokale Caritas Bangladesch unterstützt.

In der gegenwärtigen Situation soll Wohltätigkeit an erster Stelle stehen. Lasst uns alle – auch die Kirche – ein Krankenhaus auf dem Schlachtfeld sein, das auf die dringenden Bedürfnisse antwortet. Keine anderen Gründe sollten die Wohltätigkeit überschatten. Lasst uns den Flüchtlingen und diesem leidenden Teil der Welt unsere Liebe, unser Mitgefühl und unsere Solidarität zeigen.

Gebete der lokalen Kirche warden diejenigen Begleiten, die auf die eine oder andere Weise von dieser Krise betroffen sind. Es wird diejenigen begleiten, die sich um das Wohlergehen der leidenden Bevölkerung kümmern.

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