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Zukunft der Christen im Nahen Osten mehr als fraglich

Von Jörg Armbruster, Journalist

Jörg Armbruster, ehem. ARD-Reporter mit langjährigem Schwerpunkt: Naher/Mittlerer Osten. (Foto: missio)

Jörg Armbruster, ehemaliger ARD-Korrespondent im Nahen und Mittleren Osten. Foto: missio

Unter den Kopten in Ägypten geht wieder die Angst um. Hatten sie nach dem Militärputsch vom 3. Juli noch gehofft, nun mehr Schutz vor Anschlägen und islamistischen Übergriffen zu bekommen, schwindet diese Hoffnung einen Monat später. Junge ägyptische Christen hatten 2011 auf dem Tahrirplatz genauso demonstriert wie die jungen Muslime, hatten sogar bei Gottesdiensten und Freitagsgebeten sich gegenseitig durch Menschenketten geschützt. Doch nach dem Sturz Mubaraks war es mit der ungewohnten Religionsharmonie schnell vorbei.

Überfälle auf Kopten, brennende Kirchen, Gerichtsprozesse gegen Christen wegen angeblicher Blasphemie, all das gehört bald zur traurigen Wirklichkeit im neuen Ägypten. Allerdings war das Verhältnis zwischen Christen und Muslimen in Ägypten nie ganz spannungsfrei gewesen. Jetzt aber fürchteten sie die allmähliche Islamisierung des Landes. „Islamistische Prediger, etwa Salafistenscheichs, nutzen die Situation und wiegeln die Bevölkerung gegen Christen auf“, schreibt zum Beispiel missio-Länderreferent Matthias Vogt. Daher zunächst das Aufatmen der Christen am 3. Juli 2013. Doch jetzt machen die frustrierten Islamisten auch die Christen verantwortlich für den Putsch und den Sturz Mursis, sie seien so etwas wie die fünfte Kolonne des Westens. In einem Dorf nahe Luxor tötete ein Mob im August vier christliche Bewohner.

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