Archiv für Johannes Seibel

Bundesregierung muss sich vor Modi-Besuch für verfolgte Christen in Indien einsetzen

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Die Bundesregierung muss die Gefährdung der Religionsfreiheit in Indien beim heutigen Besuch von Premierminister Narendra Modi offen ansprechen. Das fordert Prälat Klaus Krämer, Präsident des Internationalen Katholischen Missionswerkes missio in Aachen. „Die christlichen und muslimischen Minderheiten sind besonders durch die Ideologie des Hindu-Nationalismus, dem Druck zur Zwangskonversion zum Hinduismus und mangelnden Schutz der Behörden gegen lokale Gewalttaten bedroht“, sagte Prälat Krämer.

Die christlichen und muslimischen Minderheiten sind besonders durch die Ideologie des Hindu-Nationalismus, dem Druck zur Zwangskonversion zum Hinduismus und mangelnden Schutz der Behörden gegen lokale Gewalttaten bedroht

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Karfreitag und Ostersonntag: Das Martyrium durchbricht die Logik der Gewalt

Von Professor Harald Suermann

Direktor Missionswissenschaftliches Institut missio in Aachen

Karfreitag MartyriumDer Weg zur Auferstehung führt durch Leid und Kreuz. Das Leiden des Messias war kein ohnmächtiges Leiden. Der Menschensohn hätte die Macht gehabt, sich dem Leiden zu entziehen. Es ist nicht seine Ohnmacht gewesen, die zum Leid geführt hat, sondern die Weigerung, der Logik der Gewalt zu folgen. Vor dem Hohepriester provozierte man ihn, damit er seine Macht ausspiele. Er sollte weissagen, wer ihm ins Gesicht geschlagen habe. So sollte er seine Allwissenheit offenbaren. Auch als er seinen Jünger im Garten Gethsemane aufforderte, das Schwert wieder weg zu stecken, sagte er der Logik der Gewalt ab. Und als einer der gekreuzigten Räuber ihn aufforderte, doch vom Kreuz zu steigen, wenn er der Messias sei und die Macht habe, folgte er nicht dieser Logik der Gewalt.

Was tun verfolgte Christen, die in ihrer Heimat bleiben: Wie ein Prophet folgen sie der Logik der Liebe in Situationen der Gewalt, um große Zeichen der Versöhnung und des Friedens zu setzen.

Die Weigerung, Macht auszuüben, ist kein Zeichen der Ohnmacht, sondern der bewusste Vorgriff auf die Möglichkeit und die Notwendigkeit eines anderen Zusammenlebens aus der Logik der Liebe.
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missio ruft zum Friedensgebet für Syrien auf

Father Jacques Mourad ist syrisch-katholischer Priester. Er betet für den Frieden in seiner Heimat. Foto: missio / Marta Wajer

Father Jacques Mourad ist syrisch-katholischer Priester. Er betet für den Frieden in seiner Heimat. Foto: missio / Marta Wajer

Angesichts der dramatischen Entwicklung in Syrien ruft das Internationale Katholische Missionswerk missio die Christen und alle Menschen guten Willens in Deutschland gemeinsam mit dem syrisch-katholischen Priester Jacques Mourad zum Friedensgebet für Syrien auf. Dazu stellt das Hilfswerk eine Gebets-Vorlage zur Verfügung, die für Andachten, Impulse und andere Gebetsformen von Pfarrgemeinden, Schulen und anderen Interessierten genutzt werden kann. Gebets-Vorlage für den Frieden in Syrien, das Friedensgebet von Jacques Mourad und Ermutigungskarten für den missio-Partner können hier heruntergeladen werden.

Pater Jacques Mourad spricht Gebets-Video ein

Gleichzeitig hat Pater Jacques Mourad ein Friedensgebet für missio geschrieben, das er als Video für missio eingelesen hat. Sie können es hier ansehen. Pater Jacques Mourad widmet sein Leben dem Dialog zwischen Christen und Muslimen. Er arbeitete in der Gemeinschaft Mar Musa in Syrien. Das provozierte die Terroristen des sogenannten „Islamischen Staates“ so sehr, dass sie ihn gemeinsam mit rund 250 weiteren Menschen entführte. Nach fünf Monaten konnte er im Oktober 2015 fliehen. Jetzt arbeitet er ungebrochen weiter für Frieden, Versöhnung und einen gemeinsamen Alltag von Christen und Muslimen im Nahen Osten. Derzeit lebt er im Irak.

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Boko Harams Spaltung sehr gefährlich für verfolgte Christen

Von Fr. Maurice Kwairanga (katholische Diözese Yola, Nigeria)

Aus dem Englischen übersetzt von Katrin Krips-Schmidt

Fr. Maurice Kwairanga. Foto: Privat

Fr. Maurice Kwairanga. Foto: Privat

Innerhalb der terroristischen Gruppe Boko Haram haben sich zwei erbittert rivalisierende Blöcke herauskristallisiert.Die ursprüngliche Gruppierung war unter der Leitung von Sheik Abubakar Shekau bekannt, während die andere Gruppe von Abu Musab al-Barnawi – ein kürzlich vom sogenannten “Islamischen Staat” Beauftragter – angeführt wird. Sie wollen den Konflikt eskalieren.

Am Dienstag, den 13. September 2016, veröffentlichte ein Anführer einer Untergruppe der islamistischen Sekte Boko Haram ein neues Video auf YouTube, in dem gezeigt wurde, wie Terroristen in großer Anzahl (möglicherweise mit Photoshop nachbearbeitet) während des Festes des Fastenbrechens ihre Gebete verrichten. Diese von Abubakar Shekau angeführten Kämpfer zeigten Anhänger an drei voneinander unabhängigen Gebetsorten, obwohl er selbst in dem Video nicht auftrat. In dem Video brüstete man sich damit, ungeachtet der erheblichen Schwächung, die man durch die militärischen Interventionen in der Region erlitten hat, noch immer eine starke Macht zu sein.

Das YouTube-Video drohte Präsident Muhammadu Buhari und allen anderen, die als Ungläubige betrachtet werden, die totale Vernichtung an. Sie wollen den Präsidenten gefangennehmen

Das YouTube-Video drohte Präsident Muhammadu Buhari und allen anderen, die als Ungläubige betrachtet werden, die totale Vernichtung an. Es widerlege die Behauptung, dass die anhaltenden Militäreinsätze in den Regionen, die bis vor kurzem unter ihrer Kontrolle gewesen waren, ihre Stärke geschwächt hätten. Der Aussage des Videos zufolge werden sich ihre militärischen Fähigkeiten bei der Gefangennahme von Präsident Muhammadu Buhari und allen Ungläubigen noch unter Beweis stellen. Mehr lesen

Religiöse Autoritäten des Islams über Minderheiten in muslimischen Mehrheitsgesellschaften

Theophilus Bela aus Indonesien ist Protagonist der “Aktion Lebenszeichen” von missio für bedrängte Christen weltweit. Er hat uns jetzt einen Bericht geschickt von einem interreligiösen Treffen am 12. und 13. Mai in Tokio, das den vergangenen G-7-Gipfel in Japan begleitet hat. Wichtigster Inhalt der Unterredung war der Schutz von und das volle Staatsbürgerrecht von Minderheiten in muslimischen Mehrheitsgesellschaften. Am Ende des Beitrags steht ein Aktionsplan. Hier der Bericht von Theophilus Bela:

Aus dem Englischen übersetzt von Katrin Krips-Schmidt

Von links nach rechts: H.E Dr Mohammed Mataar al Kaabi, U.A.E, Chairman, General Authority of Islamic Affairs and Religious Endowments; Ayatollah Ahmad Moballeqi, IRAN, Rector, University of Islamic Religions; Dr. William Vendley, Secretary General, Religions for Peace; H.E. Shaykh Abdallah bin Bayyah, U.A.E, President, Forum for Promoting Peace in Muslim Societies and Co-Moderator, Religions for Peace; Hon. Mme Fatemeh Hashemi-Rafsanjani, IRAN, Secretary General, Women's Solidarity Association and Honorary President, Religions for Peace; and H.E. Dr. Abdullah al Matouq, KUWAIT, United Nations Secretary General's Humanitarian Envoy for Kuwait. Foto: missio / Theophilus Bela

Von links nach rechts: H.E Dr Mohammed Mataar al Kaabi, U.A.E, Chairman, General Authority of Islamic Affairs and Religious Endowments; Ayatollah Ahmad Moballeqi, IRAN, Rector, University of Islamic Religions; Dr. William Vendley, Secretary General, Religions for Peace; H.E. Shaykh Abdallah bin Bayyah, U.A.E, President, Forum for Promoting Peace in Muslim Societies and Co-Moderator, Religions for Peace; Hon. Mme Fatemeh Hashemi-Rafsanjani, IRAN, Secretary General, Women’s Solidarity Association and Honorary President, Religions for Peace; and H.E. Dr. Abdullah al Matouq, KUWAIT, United Nations Secretary General’s Humanitarian Envoy for Kuwait. Foto: missio / Theophilus Bela

Da Staatsoberhäupter aus den wichtigsten Volkswirtschaften der Welt in Japan zum G-7-Gipfel eintreffen, sind vom 12. bis zum 13. Mai in Tokio weltbekannte religiöse Anführer aus dem Nahen Osten zusammengekommen, um die volle Staatsbürgerschaft für alle Gemeinschaften in Staaten mit einer muslimischen Bevölkerungsmehrheit voranzubringen. Dies sei, so erklärten sie, ein unersetzbarer Beitrag zur Verhinderung und Umwandlung des gewalttätigen Extremismus, der Islamophobie und der Fremdenfeindlichkeit.

Die hochrangige internationale Beratung wurde von der UN-Initiative Allianz der Zivilisationen (UNAOC) sowie von Religions for Peace unter dem Motto organisiert: Partnerschaft mit religiösen Führern des Nahen Ostens zur Förderung des Schutzes von Minderheiten in Staaten mit einer muslimischen Bevölkerungsmehrheit. Gastgeber der Besprechung war Religions for Peace Japan. Gijun Sugitani, der höchste Mönch der buddhistischen Tendai- Schule in Japan und Vorsitzender von Religions for Peace, erklärte, dass die Ausrichtung der Anhörung ein Ausdruck der Solidarität zwischen den religiösen Führern Japans und denen des Nahen Ostens sei.

Alle anwesenden islamischen Gelehrten stimmten der grundlegenden Bedeutung einer eindeutigen Festlegung der ursprünglichen islamischen positiven Ausrichtung auf friedliche pluralistische Gemeinschaften mit einer vollen Staatsangehörigkeit für alle zu, wie es in der Erklärung von Marrakesch steht

Die Veranstaltung in Tokio brachte mehr als 60 ranghöchste muslimische Führer aus dem Nahen Osten und aus Nordafrika zusammen sowie international anerkannte bedeutende geistliche Oberhäupter aus anderen Traditionen. Die Beratung bestätigte erneut die vor kurzem verabschiedete Erklärung von Marrakesch, die am 27. Januar 2016 unter der Schirmherrschaft von Seiner Majestät König Mohammed VI. von Marokko und der Leitung von Scheich Abdallah bin Bayyah, dem Präsidenten des „Forums zur Förderung des Friedens in muslimischen Gesellschaften“ (Forum for Promoting Peace in Muslim Societies) mit Sitz in Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten herausgegeben wurde. Die Erklärung von Marrakesch stützte sich auf die historische Gemeindeordnung von Medina, eine grundlegende Quelle des Islams, die allen Muslimen viel bedeutet. Sie stellt deutlich die islamische Bereitschaft zur vollen Staatsangehörigkeit religiös unterschiedlicher Gemeinschaften in Gesellschaften mit muslimischen Bevölkerungsmehrheiten klar.

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Pressefreiheit in Pakistan in Gefahr – Constitution itself curbs freedom of Press

Zum Internationalen Tag der Pressefreiheit am 3. Mai hat der pakistanische Menschenrechtler S. Sheeky einen Beitrag für missio Aachen geschrieben. Journalisten werden mit Hilfe der Blasphemiegesetze eingeschüchtert. Täter, die Journalisten angreifen, werden nicht bestraft:

The freedom of press is a precious privilege that no country can afford to forgo; it is the fundamental right that affords the citizen their right to information and acts as a vigilante force against tyranny and state atrocities. Freedom of the press is the cornerstone of every democracy.

However, in states where democracy is little more than fascism behind a façade of democracy, press freedom is the first casualty. And, this is the story of Pakistan today.

However, in states where democracy is little more than fascism behind a façade of democracy, press freedom is the first casualty. And, this is the story of Pakistan today. May 3 is World Press Freedom Day. The 2016 theme is “Access to Information and Fundamental Freedoms – This Is Your Right!”On this occasion, the UN Secretary-General Ban Ki-Moon, has, in a message said, “On this World Press Freedom Day, I urge all Governments, politicians, businesses and citizens to commit to nurturing and protecting an independent, free media. Without this fundamental right, people are less free and less empowered. With it, we can work together for a world of dignity and opportunity for all.”

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Christian and muslim Activists want hate material be removed from Textbooks in Pakistan

A Report by S. Sheeky

Vertreter verschiedener Religionen besprechen am 30. März 2016 in Karachi, wie Schulmaterialien so gestaltet werden können in Pakistan, dass sie nicht mehr religiöse Intoleranz lehren. Davon würden auch verfolgte und bedrängte Christen profitieren. missio Aachen unterstützt solche Bestrebungen. Foto: NCJP

Vertreter verschiedener Religionen besprechen am 30. März 2016 in Karachi, wie Schulmaterialien so gestaltet werden können in Pakistan, dass sie nicht mehr religiöse Intoleranz lehren. Davon würden auch verfolgte und bedrängte Christen profitieren. missio Aachen unterstützt solche Bestrebungen. Foto: NCJP

A conference “Uprooting religious in-tolerance through formal education in Pakistan” was organized by Pakistan Institute of Labour Education and Research, PILER, and National Commission for Justice and Peace (NCJP), an Institution of the Pakistan Catholic Bishopsconference, here at Karachi on 30th March, 2016. The speakers strengthened the need for formal education and removing hate based content from the text books in public schools. They noted that if society of Pakistan has to progress and express before the rest of the world that we are a peaceful and co-existent society, the structure of school education needs to be changed and curriculum has to be replaced. NCJP on the occasion also launched a booklet they have compiled on the hate content in the text books of courses of History, Social Sciences, Pakistan Studies, and Urdu and so on.

The participants of conference observed one minute silence in solidarity with the victims of Lahore bomb attack.

Shahida Rahmani, MNA, PPP, said that teachings of Islam are wrongly preached and wrongly transmitted; she added that Islam is religion which upholds rights of people equally, it asks followers to get education and explore the universe which will come through modern education. Islam tells exclusively for character building of the people in society. We need improve upon Madaris and bring them fold of public schools system, she maintained.

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