Archiv für S. Sheeky

Pakistan: “Religious minorities should be ensured by the state” (Aila Gill)

by S. Sheeky, Pakistan

 Aila Gill works with the National Commission for Justice & Peace (NCJP) in Project “Democratic Education” for last three years as Program Organizer. She is also assisting a campaign for peace education with NCJP in seven dioceses of Pakistan-Lahore, Faisalabad, Multan, Quetta, Rawalpindi, Karachi and Hyderabad dioceses. S. Skeeky interviewed her.

Aila Gill in ihrem Büro in Pakistan (Foto: privat).

Aila Gill in her office in Pakistan (photo: private).

Does the spirituality and religion still matter in area where you launch projects? Because in a country like Pakistan, where does the violence that often see Christian and other minorities victimized by Muslim come from?

Aila Gill: Spirituality and religion still matters a lot particularly in remote areas where most of the people are illiterate and they consider Pakistan is an Islamic ideological state instead of a welfare state as per Quaid’s vision. Most of people think that religion is core of the state and state should perform its duty in the light of religion therefore minorities are not considered to be main streamed. Our society still needs to be more liberal and democratic although it will take time, but at least a determined effort needs to be done in this direction.

What kind of challenges, Christian community or Christian leaders face in day to day life, and implementation of their project? How ordinary people feel and live their faith nowadays?

Aila Gill: The biggest challenge Christian community or leaders face is religious discrimination due to their distinct faith; they face this discrimination either in the education system, work place or in constitution. Therefore ordinary people feel insecure or deprived from mainstream and sometimes they have to hide their identity as Christian just to avoid this discrimination. Discriminatory laws and their misuse is another major challenge for the community due to which incident of mob violence are increasing day by day e.g incident recently took place in khot Radha kishan, Joseph Colony, Desecration of Temple in Larkana and Hyderabad.

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Pakistan: “Der Staat sollte religiösen Minderheiten Schutz gewähren” (Aila Gill)

Von S. Sheeky, Pakistan

Aila Gill arbeitet für die Nationale Kommission für Gerechtigkeit und Frieden (NCJP) der katholischen Bischofskonferenz Pakistans seit drei Jahren als Organisatorin des Projekts „Demokratische Erziehung“. Außerdem wirkt sie gemeinsam mit der NCJP an einer Aktion für Friedenserziehung in sieben Diözesen mit – in Pakistan-Lahore, Faisalabad, Multan, Quetta, Rawalpindi, Karachi und Hyderabad. S. Sheeky traf sie zum Interview.

Aila Gill in ihrem Büro in Pakistan (Foto: privat).

Aila Gill in ihrem Büro in Pakistan (Foto: privat).

Spielen Spiritualität und Religion in den Gebieten, in denen Sie Ihre Projekte starten, überhaupt noch eine Rolle? Woher kommt die Gewalt in einem Land wie Pakistan, in dem christliche und andere Minderheiten von Muslimen schikaniert werden?

Aila Gill: Spiritualität und Religion spielen noch immer eine große Rolle vor allem in abgeschiedenen Gebieten, in denen die meisten Menschen Analphabeten sind und Pakistan für einen islamisch-ideologischen Staat statt für einen Wohlfahrtsstaat im Sinne von Muhammad Ali Jinnah, dem Gründer von Pakistan, halten. Die meisten Menschen glauben, die Religion sei das Zentrum des Staates und dass der Staat seine Pflicht im Licht der Religion ausüben solle – daher meint man, dass sich Minderheiten nicht etablieren sollten. Unsere Gesellschaft muss noch liberaler und demokratischer werden, auch wenn das Zeit braucht, doch zumindest muss in dieser Richtung konsequent gehandelt werden.

Welchen Herausforderungen sehen sich die christliche Gemeinschaft oder die christlichen Anführer im Alltag und bei der Umsetzung ihrer Projekte gegenüber? Wie fühlen sich die Normalbürger und wie leben sie ihren Glauben heute?

Aila Gill: Die größte Herausforderung, mit der die christliche Gemeinschaft und die christlichen Oberhäupter konfrontiert werden, ist die religiöse Diskriminierung aufgrund ihres unterschiedlichen Glaubens – sie erfahren diese Diskriminierung entweder im Bildungssystem, am Arbeitsplatz oder in der Verfassung. Deshalb fühlen sich die Normalbürger unsicher oder dem Mainstream gegenüber benachteiligt und manchmal müssen sie ihre Identität als Christen verbergen, einfach um diese Diskriminierung zu vermeiden. Diskriminierende Gesetze und ihr Missbrauch sind für die Gemeinschaft eine weitere bedeutende Herausforderung, da es Tag für Tag zunehmend zu mehr Massenausschreitungen kommt, wie etwa die Zwischenfälle, die sich vor kurzem in der Stadt Kot Radha Kishan in der Joseph Colony und bei der Entweihung hinduistischer Tempel in Larkana und in Hyderabad ereignet haben.

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Pakistan: Friedliche Lösung bei falscher Blasphemie-Anklage gegen 31 Christen

Von S. Sheeky, Faisalabad, Pakistan

Aus dem Englischen übersetzt von Katrin Krips-Schmidt

In Pakistan kommt es immer wieder zum Missbrauch der Blasphemiegesetze. Hinter diesen falschen Blasphemie-Anschuldigungen steckt oftmals der Streit um Land und Grundstücke. Autor S. Sheeky berichtet in diesem Blog-Beitrag über einen solchen Fall aus Faisalabad. Christliche Landbesitzer baten um die Abtretung eines Grundstücks für die Erweiterung des christliches Friedhofs auf einem bereits verlassenen muslimischen Friedhofs. Fundamentalisten beschuldigten sie der Blasphemie und Grabschändung. Es kam zur Anklage gegen 31 Christen:

Im Zentrum von Faisalabad (Foto: Hartmut Schwarzbach/missio).

Im Zentrum von Faisalabad (Foto: Hartmut Schwarzbach/missio).

Für mich ist es ein offenes Geheimnis, dass die Blasphemiegesetze oftmals missbraucht werden, um in Pakistan persönliche Rechnungen mit anderen zu begleichen. Dieser Missbrauch ist deshalb zum Vorschein gekommen, weil die Behörden keine strengen Maßnahmen gegen die Beschwerdeführer selbst wegen Blasphemie durchgeführt haben und die Schuld unschuldigen Gegnern sakrilegischer Aktionen in die Schuhe geschoben haben. Sogar die Religionsgelehrten befürworten eine falsche Anschuldigung von Menschen ohne jeglichen Beweis und ohne jede Untersuchung des Falls und werden ihrerseits meist zu Klägern, damit die falsche Anklage stichhaltig und überzeugend wirkt. Daraus folgt, dass das Interesse der Öffentlichkeit geweckt wird, die nach einer Bestrafung der Gotteslästerer ruft. In Pakistan hat es bereits Dutzende von Bürgern gegeben, die getötet wurden, und Siedlungen von Minderheitengemeinschaften sind von den sogenannten Wächtern der Religion zerstört worden.

Auch wenn die Verfassung die Gleichheit vor dem Gesetz sowie Religionsfreiheit garantiert, haben widersprüchliche Artikel zugleich dennoch den Weg in die Diskriminierung bestimmter Gruppen innerhalb der Gesellschaft bereitet. Darüber hinaus tragen solche Gesetzeslücken und Hindernisse dazu bei, eine charakteristische Mentalität gegen die Minderheitengruppen aufkommen zu lassen, die die Kultur einer friedlichen Koexistenz und einer religiösen Harmonie in unserem Heimatland zugrunde richten. Die derzeitige Situation verlangt nicht nur nach Verfassungs- und Gesetzesänderungen, sondern auch nach einer systematischen Veränderung der Verhaltensweisen der Menschen, um die Akzeptanz und Toleranz gegenüber anderen Religionen und Glaubensüberzeugungen zu erhöhen.

Der Fall in Faisalabad: falsche Blasphemieanklagen – angebliche Grabschändung

Am 12. September 2014 wurden acht unter falschen Blasphemieanklagen inhaftierte Personen gegen Kaution wieder freigelassen, die in den Fall vom 2. September einer angeblichen Grabschändung verwickelt gewesen waren. Die Angelegenheit wurde durch das Eingreifen von Zivilgesellschaft, Menschenrechtsaktivisten und weiteren Persönlichkeiten aus Gesellschaft und Politik vor Ort friedlich beigelegt. Auch wenn sich die Situation in dieser Region nach der Lösung dieser ernsten Sache einigermaßen zufriedenstellend verbessert hat, gibt es doch immer noch einige Fundamentalisten, die die christliche Gemeinschaft mit schlimmen Konsequenzen bedrohen.

Anzeige gegen 31 Christen, 3 Muslime und 20 unbekannte Personen im Dorf

Dieser Vorfall hat sich im Regierungsbezirk Faisalabad ereignet, in dem Dorf Chak Nr. 260, in Mureedwala, wo etwa 200 christliche Familien leben. Die dortige Polizeistation nahm eine Anzeige gegen 31 Christen, drei Muslime und 20 unbekannte Personen des Dorfes auf, die ein muslimischer Einwohner – Ashiq Hussain – gemäß Artikel 295-C, 506-B, 447, 148 und 147 des pakistanischen Strafgesetzbuches erstattet hatte. Die Polizei reagierte auf die Anzeige zunächst mit der Festnahme von acht Christen und übergab sie dem Zentralgefängnis, während andere Personen durch Hinterlegung einer Kaution schon vor der Haft auf freien Fuß gesetzt wurden. Das vorgeworfene Vergehen wurde aufgrund des Einspruchs des Grundherrn Chaudry Iqbal und der Ortsgemeinschaft sowie der Menschenrechtsaktivisten von Faisalabad später abgeändert in einen Tatbestand, der unter den Artikel 297-A fiel (Grabschändung).

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Pakistan: candle vigil in front of the pressclub in Faisalabad – international day of peace

By S.Sheeky, Faisalabad, Pakistan

“to promote peace and to strengthen the society” is what people wish for in Pakistan. Therefore, they came together for a peaceful protest in front of the pressclub in Faisalabad to demonstrate against escalating intolerance and violence in their country:

Peaceful protest against escalating intolerance and violence in Pakistan (Foto: S. Sheeky).

Peaceful protest against escalating intolerance and violence in Pakistan (Foto: S. Sheeky).

candle virgil to mark international day of peace

The Peace and Human Development (PHD), Association of Women for Awareness and Motivation (AWAM) in collaboration with the Adara Samaji Behbood (ASB), Kuknas and Awami Workers Party (AWP) organized a candle vigil to mark international day of peace and death anniversary of freedom fighter Rai Ahmed Khan Kharal. The participants hailing from different communities and different socio-economic background, gathered outside the press club in Faisalabad on 21 September 2014, and lit candles to honour the courageous martyr of 1857 for his struggle for freedom against British rule.

martyr Rai Ahmed Khan Kharal: freedom fighter

Speaking on the occasion, the director of the Kuknas, Tohid Ahmad paid rich tribute to martyr Rai Ahmed Khan Kharal, a greatest freedom fighter in the Punjab rebellion of 1857, who was shot dead in the battlefield of Okara district on 21 September 1857 while he was saying his afternoon prayers.

A general secretary of the Awami Workers Party, Arif Ayaz said that Martyr Rai Ahmed Khan Kharal was a man with courage and bravery, who led the rebellion of the local Muslims against the British authority, and refused to pay taxes to the British employees, and sacrificed his life for freedom.

intolerance and violence

candles for peace in Pakistan (Foto: Sheeky).

candles for peace in Pakistan (Foto: Sheeky).

The director of the AWAM, Nazia Sardar said, “Intolerance and violence are escalating in Pakistan, therefore young people of Pakistan having enormous potential to affect public attitude and perceptions, must be sensitized and educated in Peace-building, as they key instrument to mitigate conflicts, nurture peace and strengthen tolerance in society.”
wish for peace and political harmony

The director of the PHD Foundation, Suneel Malik said, “Peace and political harmony will come in Pakistan when everyone will first think of the country’s interests instead of thinking for themselves. Therefore, comprehensive electoral reforms must be introduced to put an end to the political crises in Pakistan, and prevent the rigging and enhance the quality of future elections. The new provinces including Hazara, Gilgit-Baltistan, South Punjab, FATA on administrative basis are imperative to deliver rights to the people at their doorstep.”

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Pakistan: Friedenskundgebung vor dem Presseclub in Faisalabad

Von S. Sheeky, Failsalabad, Pakistan

Aus dem Englischen übersetzt von Katrin Krips-Schmidt

„Frieden zu fördern und die Toleranz in der Gesellschaft zu stärken“ – das wünschen sich die Menschen in Pakistan und setzten mit der Friedenskundgebung am 21. September vor dem Presseklub in Faisalabad ein sichtbares Zeichen gegen eskalierende Intoleranz und Gewalt in ihrem Land:  

Kerzen-Mahnwache für den Internationalen Tag des Friedens

Friedenskundgebung in Faisalabad, Pakistan (Foto: S. Sheeky)

Friedenskundgebung in Faisalabad, Pakistan (Foto: S. Sheeky).

Die Organisationen Peace and Human Development (PHD) und die Association of Women for Awareness and Motivation (AWAM) haben in Zusammenarbeit mit Adara Samaji Behbood (ASB), mit Kuknas und der Awami Workers Party (AWP) eine Kerzen-Mahnwache veranstaltet, um des Internationalen Tag des Friedens sowie des Todestages des Freiheitskämpfers Rai Ahmed Khan Kharal zu gedenken. Die Teilnehmer aus verschiedenen Gemeinschaften und mit unterschiedlichem sozioökonomischem Hintergrund versammelten sich am 21. September 2014 vor dem Presseclub in Faisalabad und zündeten zu Ehren des mutigen Märtyrers von 1857 für seinen Freiheitskampf gegen die britische Herrschaft Kerzen an.

Rai Ahmed Khan Kharal: Ein Mann von Mut und Tapferkeit

Aus diesem Anlass zollte der Direktor von Kuknas, Tohid Ahmad, dem Märtyrer Rai Ahmed Khan Kharal hohe Anerkennung. Einer der bedeutendsten Freiheitskämpfer beim Indischen Aufstand

Kerzen für den Frieden im Land (Foto: Sheeky)

Kerzen für den Frieden im Land (Foto: S.Sheeky).

von 1857 wurde am 21. September 1857 bei der Schlacht von Okara erschossen, als er seine Nachmittagsgebete sprach.

Der Generalsekretär der Awami Workers Party, Arif Ayaz, sagte, Rai Ahmed Khan Kharal sei ein Mann von Mut und Tapferkeit gewesen, der den Aufstand der ortsansässigen Muslime gegen die britische Obrigkeit anführte, und der es ablehnte, an die Briten Steuern zu zahlen, und der sein Leben für die Freiheit aufopferte.

Gewalt und Intoleranz

Die Leiterin der Nichtregierungsorganisation AWAM, Nazia Sardar sagte: „Intoleranz und Gewalt eskalieren in Pakistan, daher müssen junge Menschen, die über ein ungeheures Potential verfügen, die öffentliche Aufmerksamkeit zu erlangen, für den Aufbau des Friedens sensibilisiert und dazu erzogen werden. Dies ist ein Schlüsselinstrument dafür, Konflikte zu entschärfen, Frieden zu fördern und die Toleranz in der Gesellschaft zu stärken.“

Wunsch nach Frieden und politischer Harmonie

Der Direktor der PHD Foundation, Suneel Malik stellte fest: „Frieden und politische Harmonie werden erst dann in Pakistan einkehren, wenn jeder zunächst an die Interessen des Landes statt an sich selbst denkt. Daher müssen umfassende Wahlreformen eingeleitet werden, um den politischen Krisen in Pakistan ein Ende zu bereiten, Manipulationen zu verhindern und die Qualität zukünftiger Wahlen zu verbessern. Die neuen Provinzen, einschließlich Hazara, Gilgit-Baltistan, Südpunjab und FATA (Federally Administered Tribal Areas – die Stammesgebiete unter Bundesverwaltung), müssen den Menschen vor ihrer eigenen Haustür Rechte zugestehen.“

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Christian Women in Pakistan are afflicted with double discrimination and marginalization

By Shumaila Gill und S. Sheeky, Pakistan

Shumaila Gill (24) lives in Lahore and has a master's degree in Sociology. As a Christian she is opposed to the disadvantage against women and supports religious minorities.

Shumaila Gill (24) lives in Lahore and has a master’s degree in Sociology. As a Christian she is opposed to the disadvantage against women and supports religious minorities. (Foto: private)

Shumaila Gill lives as a Christian in Lahore in Pakistan. Her concern is to call attention to the situation of religious minorities and especially to the situation of women. In the following text she describes discrimination of women in Pakistan, because of their commitment to their Christian faith. She calls for changes in the government so that women in Pakistan will get the same status and respect as men.

Lahore – Women form an important part in building the society and our lives. Being a daughter, a sister, a wife, a friend and a mother a woman’s responsibilities increase with time. Despite the role she plays, her abilities, status and existences are under-estimated, degraded and she is exploited merely on the basis of her gender which is considered less than that of a man.

Pakistan is a country where women are in minority as compared to men according to a survey this ratio is 49:51 it means that women are 49% of the total population then men which is 51% this ratio clearly shows that there are large number of men as compared to women due to which, women faces numerous challenges in their social, political and economic life as compared to men and if we talk about the  women from minority religion either she is Hindu ,Sikh ,Christian or Ahmadi their  situation is  worse because she faces double discrimination and marginalization. Mehr lesen

Christinnen sind in Pakistan zweifacher Diskriminierung und Ausgrenzung ausgesetzt

Von Shumaila Gill und S. Sheeky, Pakistan

Aus dem Englischen übersetzt von Katrin Krips-Schmidt

Shumaila Gill (24) lebt in Lahore und hat einen Master in Soziologie der Universität Punjab. Als Christin setzt sie sich für religiöse Minderheiten und gegen die Benachteiligung von Frauen ein.

Shumaila Gill (24) lebt in Lahore und hat einen Master in Soziologie der Universität Punjab. Als Christin setzt sie sich für religiöse Minderheiten und gegen die Benachteiligung von Frauen ein. (Foto: privat)

Shumaila Gill lebt als Christin in Lahore in Pakistan. Eines ihrer Anliegen ist es, auf die Situation von religiösen Minderheiten und vor allem auf die Situation der Frauen aufmerksam zu machen. Im Folgenden beschreibt sie wie Frauen in Pakistan einer doppelten Diskriminierung ausgesetzt sind. Sie fordert ein Umdenken seitens der Regierung, damit auch Frauen in Pakistan gleicher Status und Respekt zuteil wird.

Lahore – Ein bedeutender Teil beim Aufbau der Gesellschaft wird von Frauen geleistet. Frauen sind Töchter, Schwestern, Ehefrauen, Freundinnen und Mütter – die Verantwortung, die eine Frau zu tragen hat, nimmt im Laufe ihres Lebens zu. Trotz der Rolle, die sie einnimmt, werden ihre Fähigkeiten, ihr Status und ihre ganze Lebensform unterschätzt und herabgewürdigt, und sie wird wegen ihres Geschlechtes, das als weniger wert als das eines Mannes betrachtet wird, ausgenutzt.

Pakistan ist ein Land, in dem Frauen im Vergleich zu Männern in der Minderheit sind. Laut einer Statistik beträgt dieses Verhältnis 49:51, was bedeutet, dass Frauen 49 % und Männer 51 % der Gesamtbevölkerung ausmachen. Angesichts dessen sind Frauen im Vergleich zu Männern mit zahlreichen Herausforderungen in ihrem gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Leben konfrontiert. Und wenn wir über die Frauen aus Minderheitenreligionen sprechen – egal, ob sie nun Hindus, Sikhs, Christen oder Ahmadis sind – so ist ihre Situation noch schlimmer, weil sie einer zweifachen Diskriminierung und Ausgrenzung begegnen. Mehr lesen