Tag-Archiv für Freilassung

Freilassung von Nguyen Van Dai

Nguyen Van Dai ist frei

Nguyen Van Dai ist frei

750 missio-Unterstützerinnen und Unterstützter wandten sich an Vietnams Premierminister

„Wir sind erleichtert, aber die Lage der Menschenrechte in Vietnam bleibt weiterhin kritisch.“ So kommentierte Prälat Klaus Krämer, Präsident des Internationalen Katholischen Missionswerkes missio in Aachen, die Freilassung des zu 15 Jahre Haft verurteilten vietnamesischen Menschenrechtlers Nguyen Van Dai, der heute nach Deutschland ausgeflogen wurde. 750 Unterstützerinnen und Unterstützer von missio hatten sich in den vergangenen Monaten an den Premierminister von Vietnam mit der Bitte um Freilassung des Rechtsanwalts gewandt. missio arbeitete dabei eng mit der Bundestagsabgeordneten Marie-Luise Dött und der Organisation Veto! zusammen.

„In Vietnam werden vor allem die Religionsfreiheit und Meinungsfreiheit eingeschränkt. Die Freilassung von Nguyen Van Dai zeigt, dass sich unser Einsatz für die Betroffenen dieser Menschenrechtsverletzungen lohnt. Wir hoffen, dass Politik, Kirche, Gesellschaft und nicht zuletzt die Wirtschaft ihre Verantwortung erkennen, in Gesprächen mit der vietnamesischen Regierung weiter auf eine Verbesserung der Menschenrechtslage in dem asiatischen Land zu drängen“, so Prälat Krämer weiter.

Nguyen Van Dai saß seit dem 16. Dezember 2015 in Untersuchungshaft. Vor einigen Wochen wurde er zu 15 Jahren Haft verurteilt. Er war angeklagt wegen Paragraph 88 des vietnamesischen Strafgesetzbuches „Propaganda gegen den Staat“. Dieser Vorwurf traf auf Nguyen Van Dai nicht zu. Er saß allein wegen seines friedlichen Engagements für Menschenrechte in Haft. Ngyuen Van Dai hatte auch Christen verteidigt.

 

Gebet für sieben inhaftierte unschuldige Christen in Odisha

Quelle: fides.org

Gefangene Kandhamal Gruppe Querformat

Die Kirche in Indien lädt zum Gebet für die Freilassung der sieben im indischen Staat Odisha (bis 2011 Orissa) inhaftierten unschuldigen Christen ein, die sich seit neun Jahren in Haft befinden: Bhaskar Sunamajhi, Bijay Sanseth, Buddhadev Nayak, Durjo Sunamajhi, Gornath Chalanseth, Munda Badamajhi e Sanatan Badamajhi.
Die sieben Gefangenen kommen aus dem Distrikt Kandhamal, der 2007 und 2008 Schauplatz antichristlicher Gewalt waren, und sind zu Unrecht für des Mordes an dem hinduistischen Religionsführer Swami Laxmanananda Saraswati angeklagt, der in Odisha am 23. August 2008 ermordet wurde. Ein Distriktgereicht verurteilte sie 2013, ein Berufungsverfahren beim Hohen Gericht in Cuttack ist noch nicht abgeschlossen. Die Anhörung wurde bereits mehrmals verschoben. Der Mord an dem hinduistischen Religionsführer war Auslöser der antichristlichen Gewalt von 2008. Zunächst wurden Christen für den Mord verantwortlich gemacht, während sich später maoistische Gruppen dazu bekannten.
In den vergangenen Tagen befassten sich katholische Geistliche in Kerala mit dem Thema “Was ist in Kandhamal passiert?”, wobei die Anwesenden daran erinnerten, dass die indische Kirche auch für den im Jemen entführten und nun freigelassenen Pater Tom Uzhunnalil veranstaltet hatte. „Nun müssen wir für die unschuldigen Christen in Kandhamal beten”, so der Journalist Anto Akkara, der sich mit den Ereignissen in Kandahal und dem Mord an Swami Laxmanananda in verschiedenen Büchern befasste und dabei entlastende Beweise für die Christen sammelte.
In Zusammenarbeit mit Akkara schrieben die katholischen Priester ein Gebet, dass in den katholischen Gemeinden in Odisha und in anderen indischen Staaten gebetet werden soll. Bischöfe, Priester Ordensleute und Laien teilten mit, dass sich der Initiative anschließen wollen. “Ich habe keinen Zweifel daran, dass wir handeln müssen. Das Blut der Märtyrer wird die Gläubigen dazu drängen, für diejenigen zu betten, die keine Stimme haben“, so Akkara.
Akkara brachte auch eine Petition an den vorsitzenden Richter des Obersten Gerichts in Indien und den Präsidenten der Indischen Menschenrechtskommission auf den Weg. “Das ist für mich ein Weg des Glaubens. Der Herr hat mich dabei während der vergangenen neun Jahre begleitet. Sowohl die Petition als auch die Gebetsinitiative bringen den Wunsch nach Wahrheit und Gerechtigkeit zum Ausdruck“, so Akkara abschließend.
Im Jahr kam es 2008 in Kandhamal (Odisha) zu Massenübergriffen auf die christlichen Gemeinden in der Region. Rund 100 Christen wurden ermordet, 300 Kirchen und 6.000 Wohnungen geplündert und 56.000 Familien vertrieben.