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missio gratuliert Bischof Joseph Arshad zum 25. Jubiläum

Bischof Joseph Arshad feierte im November sein 25. Jubiläum.

Bischof Joseph Arshad feierte im November sein 25. Jubiläum.

Joseph Arshad, Bischof von Faisalabad, feierte sein silbernes Jubiläum am 1. November in der St. Peter und Paul Kathedrale in Faisalabad. 100 Priester aus Faisalabad und benachbarten Bistümern nahmen an der Jubiläums-Messe teil. Mgsr. Francis Shaw, Erzbischof von Lahore und Bruder Benjamin Shahzad, Direktor des Christlichen King-Major Priesterseminars, Fr. Nadeem Francis und Fr. Pascal Paulus assistierten ihm am Altar. 150 Schwestern und 2.000 Gläubige haben an diesem Tag die Messe besucht. Korrespondet S. Sheeky berichtet von den Festivitäten.

Der Erfolg der Veranstaltung wäre ohne dieses Vorbereitungsteam nicht möglich gewesen: Generalvikar Fr. Kamran Taj, Fr. Patrick OP, Fr. Nadeem John, Fr. Zafar Iqbal, Fr. Pervaiz Gulzar, Fr. Francis Lazarus, Herr Francis Yousaf und Herr Farhan Lawrence und die Geschäftsführung der der diözesanen Caritas. Wir danken allen für ihre Unterstützung.

Die Zeremonie begann um 10.30 Uhr mit der Begrüßung des Bischofs. Die Sankt Joseph Schule eskortierte Bischof Arshad von dem Haupteingang der Kathedrale bis zu seinem Haus. Begleitet wurde der Weg von Trommeln, Glockenmelodien und Flöten. Als der Ehrengast inmitten des Klerus erschien, versammelten sich die Gläubigen vor dem Eingang zum Bischofshaus, um Bischof Arshad zu begrüßen. Danach wurde der Prälat zu der feierlichen Messe in der Kathedrale geleitet. Nach der Begrüßungshymne, führte Fr. Aftab James Paul in die Feierlichkeiten ein. Er erzählte von den Errungenschaften von Bischof Arshad und lud die Menge ein, für ihn zu beten. Nach einem kurzen Moment der Stille wurde die Eucharistie gefeiert. Dazu sang ein Chor und erzeugte damit eine himmlische Atmosphäre.

Bischof Joseph Arshad erzählte aus seinem Leben. Er erklärte wie Gebet und Beharrlichkeit ihm bei seinem Weg geholfen haben. Er erklärte, dass Ausdauer, Gebet und harte Arbeit in Erfolg resultieren. Er bat die Anwesenden für ihn zu beten, damit er seine Mission, dem Herrn und Seinem Volk zu dienen, bis zu seinem Ende durchhält.

Vor der letzten Segnung verlas Fr. Pervez Emmanuel Nachrichten vom Heiligen Vater höchstpersönlich und von Bischof Theodore Mascarenhas, dem Generalsekretär der indischen Bischofskonferenz. Im Auftrag von Bischof Arshad bedankte sich Rev. Kamran Taj bei allen für die Vorbereitungen des Silberjubiläums.

Der Direktor der NCJP (National Commission for Justice and Peace), Cicil Shance Chaudhary, sagte: „Zuerst möchte ich seiner Exzellenz Dr. Joseph Arshad, Bischof von Faisalabad für seine Arbeit in den letzten 25 Jahren danken. Es ist ein großer Moment für seine Gemeinde, die Kirche und uns, seit wir ihn als Vorsitzenden der NCJP haben. Jemanden, der in den letzten Jahren nicht nur seinen Leuten gedient hat, sondern sich auch als vatikanischer Diplomat bewiesen hat. Seine Visionen und seine Beratung ist eine Quelle der Ermutigung für das Team und wie wünschen ihm noch viele weitere Jahre, in denen er seinen Leuten und dem Herrn dienen kann.“

Shahid Anwar, diözesaner Koordinator bei der nationalen Kommission für Gerechtigkeit und Frieden Faisalabad sagte: „Ich gratuliere seiner Exzellenz Bischof Dr. Joseph Arshad zu seinem Jubiläum und bete, dass Gott ihn für seinen weiteren Weg segnet. Seit seiner Priesterweihe empfand ich Bischof Arshad als sehr diszipliniert und engagiert. Als Vorsitzender der Kommission für Gerechtigkeit und Frieden hat er die Kommission mit göttlicher Weisheit und diplomatischen Fähigkeiten geführt. Er hat sehr gute Managerqualitäten und glaubt Teamwork. Er wünscht sich, dass die Diözese Faisalabad als vorbildliche Diözese in Pakistan gilt. Deswegen arbeitet er Tag und Nacht an diesem Traum. Und ich glaube, dass dieser Wunsch eines Tages mit viel Hingabe und harter Arbeit in Erfüllung geht.“

Botschaft des Friedens nach der Befreiung von Karakosch

2010-06-16 Erzbischof Casmoussa (1)Nach der Befreiung der Stadt Karakosch im Norden des Iraks, erreichte uns eine Botschaft von Basile Georges Casmoussa. Er ist syrisch-katholischer Geistlicher und Kurienerzbischof Emeritus von Mossul.

Freunde von Karakosch und alle Christen in der Mossul-Ninive Region: dies ist eine Botschaft des Friedens, der Freude und der Hoffnung!

Endlich konnte Karakosch befreit werden. Ein Schrei der Freude, des Friedens und der Hoffnung erklingt auf der Welt! Wir danken der mutigen Armee, muslimischen, christlichen, arabischen, kurdischen, schiitischen, sunnitischen Männern dafür, dass Karakosch befreit wurde.

Am 22. Oktober 2016, sind die Kämpfer, mit ihrer irakischen Flagge, in die verlassene Stadt ihrer Kinder zurückgekehrt. Wir sehen das Bild eines tapferen Soldaten, der gerührt ist und nach langer Zeit endlich seinen Fuß auf heimatlichen Boden setzen kann. Wir sehen das Bild eines anderen Soldaten, der seine Waffe auf seiner Schulter trägt, das Eingangstor der Kirche küsst, die er als Kind besucht hat. Wir sehen das Bild einer Offiziersgruppe, die vor dem Alter der Kirche steht  und das Ave Maria „Shlama ellakh Maryam” in ihrer Muttersprache mit einem aramäischen Dialekt noch aus christlicher Zeit spricht.

Oder wir sehen das Bild eines jungen Priesters, der die Glocken der Kirche von Bartella, einer anderen Stadt in der Ninive-Ebene, erklingen lässt.

Diese Bilder sollen für immer in Erinnerung bleiben. Meine Botschaft ist eine Botschaft der Dankbarkeit, auch an die Kurden, die uns während dieser schwierigen Zeit Zuflucht gewährt haben und diejenigen, die uns auf anderem Wege geholfen haben. Danke für die Befreiung von Mossul, Bartella, Mar Behnam, Karamless, Telkeif, Batnaya, Bashiqa, Telleskof, Bakofa – Danke für die Befreiung der Ninive-Ebene.

Meine Botschaft ist eine Botschaft der Dankbarkeit an all unsere Freunde, unbekannte Männer und Frauen auf der ganzen Welt, die uns durch ihre Solidarität unterstützt haben, seit dem Beginn des Krieges bis heute. Dazu gehören die humanitäre Hilfe, der Bau von Schulen, Kirchen, Häusern und Krankenhäusern und der Besuch von Persönlichkeiten verschiedener NGOs aus Europa, Amerika und Australien.

Das Kapitel des Wiederaufbaus, des Zusammenlebens in Harmonie und Solidarität hat begonnen: zwischen Christen und Muslimen, Kurden, Arabern, Shabaks, Jesiden, Kakais und Mandais… mit Respekt, Vielfältigkeit und geltenden Rechten. Alle von ihnen haben die gleiche Wertigkeit, die gleichen Rechte und die gleichen Pflichten!

Hallelujah!

Basilios Georges CASMOUSSA                                                                                      Kurienerzbischof Emeritus von Mossul

Bei IS-Angriff auf Kirkuk 71 Mädchen aus katholischem Studentenwohnheim gerettet

Mirkis

missio-Projektpartner Mgsr. Yousif Thomas Mirkis ist seit 2014 Chaldäischer Erzbischof vom Erzbistum Kirkuk-Sulaimaniya.

Bei den Kämpfen gegen den sogenannten “Islamischen Staat” im Nord-Irak haben die Terroristen die Stadt Kirkuk angegriffen. Dabei kamen auch Einrichtungen von missio-Projektpartner Monsignore Yousif Thomas Mirkis, Chaldäischer Erzbischof des Erzbistums Kirkuk-Sulaimaniya, unter Beschuss. 71 Mädchen konnten wie durch ein Wunder gerettet werden. Hier berichtet er über den Angriff.

Aus dem Französischen übersetzt von Katrin Krips-Schmidt

In der Nacht vom Donnerstag, den 20. Oktober, auf Freitag, den 21. Oktober2016, wurde die Stadt Kirkuk im Irak von einer bedeutenden Gruppe von Terroristen (Daesh) angegriffen, die auf das Gouvernorat und die Gebäude der Polizei und der Sicherheitskräfte abzielten. Doch angesichts des starken Widerstands der Sicherheitstruppen flüchteten sich die Terroristen in die umliegenden Häuser.

Unter diesen Bauwerken, die das Gouvernorat umgeben, befand sich der Konvent der Dominikanerinnen der heiligen Katharina von Siena sowie vier Häuser, in denen unser Bischofsamt Universitätsstudenten untergebracht hatte. Unsere Erzdiözese der Chaldäer nimmt ja seit drei Jahren geflüchtete Schüler unseres irakischen Volkes sowie aus allen Denominationen auf: Christen (nicht nur Chaldäer!), Jesiden, Muslime sowie Sabäer – bis jetzt sind es mehr als 500 Studenten und Studentinnen, die aufgenommen wurden.

In diesen vier Häusern gab es 71 Studentinnen, die sich darauf vorbereiten, Universitätskurse in verschiedenen Studienrichtungen an den dreizehn Fachbereichen zu beginnen, die an der Universität von Kirkuk angeboten werden.

So sah das Studentenwohnheim der chaldäischen Kirche im nord-irakischen Kirkuk nach dem Angriff der Terroristen des sogenannten "Islamischen Staates" von außen aus. Foto: missio / Mirkis

So sah das Studentenwohnheim der chaldäischen Kirche im nord-irakischen Kirkuk nach dem Angriff der Terroristen des sogenannten “Islamischen Staates” von außen aus. Foto: missio / Mirkis

Wir haben einen Mitarbeiter, der sich um die Studenten und die vertriebenen Menschen in der Diözese kümmert, nach den Geschehnissen befragt, worauf er folgendes zur Antwort gab: „Am Morgen des Freitags (21. Oktober), bemerkten die Studentinnen, dass Leute an den Häusern hochkletterten, sich in den Gärten aufstellten und anfingen, zum muslimischen Gebet aufzurufen. Eine Studentin hat einen der mit einem Sprengstoffgürtel stark bewaffneten Männer sogar fotografiert. Wir haben die Sicherheitskräfte über den Ernst der Lage benachrichtigt. Die Studentinnen sind den ganzen Tag über angsterfüllt in den Häusern ohne Strom bis zum Abend geblieben, als der Sturmangriff durch die irakischen Spezialeinheiten unternommen wurde, doch das Trommelfeuer war in allen Richtungen derart heftig, dass sie nicht befreit werden konnten. Ich habe einen Plan für die Rettung der Mädchen des ersten Hauses gemacht – sie waren zu vierzehnt – und das trotz der Scharfschützen auf den Nachbardächern. Dann sind wir um 2:00 Uhr morgens zurückgekehrt, um die zweite Gruppe Mädchen zu retten, die zu siebent waren. Doch das Gefährlichste war, dass sich vier Terroristen bereits im selben Haus befanden, in dem sich die sieben Mädchen in einem angrenzenden Zimmer versteckt hatten. Während die Terroristen aßen und tranken, sind die Mädchen unter den Betten geblieben, und der Herr hat die Terroristen geblendet. Da ich mit dem Handy mit den Mädchen in Kontakt war, ging ich das Risiko ein und bat sie, barfuß an die Mauer an der Rückseite des Hauses hinauszukommen, von wo wir sie nacheinander abholen wollten. Das musste innerhalb einer Minute passieren, und so geschah es auch. Die Mächte, die mit mir waren, waren von beispielhafter Energie und vorbildlichem Mut. So sind im Dunkel der Nacht und trotz der Schüsse, die unablässig um uns herum fielen, alle gerettet wurden.

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