Schreie der Rohinyas – Schreie der Menschlichkeit

myanmar-flagge_full_lSeit Jahrzehnten werden die Rohingya in Myanmar unterdrückt. Sie leiden unter Ausgrenzung und Gewalt. Myanmar ist buddhistisch orientiert, die Rohingya sind aber eine muslimische Minderheit und gelten in dem Land nicht als eine eigene Bevölkerungsgruppe. Das Land erkennt ihnen Rechte ab und richtet Militäroffensiven gegen sie. Missio-Projektpartner Kardinal Patrick D’Rozario, Erzbischof von Dhaka, berichtet über die jüngsten Anschläge und die Flüchtlingssituation vor Ort.

Die Menschlichkeit wird Welt von vielen Personen auf so viele Art und Weisen auf der ganzen Welt angegriffen.

Der jüngste Anschlag ist eine Attacke auf das Menschsein der Rohingya in Rakhaine in Myanmar. Der Anschlag resultierte in einer Abwanderung von über 400.000 Menschen. Sie verließen ihr Heimatland und gingen nach Bangladesch, ohne Hoffnung für die Zukunft, ohne Träume. Sie wollten einfach ihr Leben vor den unmenschlichen Grausamkeiten retten.

Trotz dieser Anschläge ist unsere Menschlichkeit nicht vollkommen zerstört worden. Als Beispiel kann man hier Bangladesch nennen, das seine Grenzen geöffnet hat. Die Menschen vor Ort öffneten ihre Herzen für die Kinder, Frauen, Alten, Kranken, Verwundeten und sogar für die unzähligen Ungeborenen. Es ist ein Beispiel für die Mütterlichkeit der Menschlichkeit, die von dem Premierminister von Bangladesch, Sheikh Hasina, manifestiert wurde. Die Menschen in Bangladesch sind ebenfalls ein Beispiel dafür. Das Land tut, was es kann. In der Armut teilt es seine Reichtümer, menschliche Werte und den Schatz unserer Kultur.

Diese liebevolle Geste Bangladeschs sollte die Wahrnehmung der Welt wecken, um ein Bewusstsein zu schaffen oder sogar den Druck auf die Autoritäten Myanmars zu verstärken. Sie sollen daran erinnert werden, dass Menschlichkeit ohne politische, religiöse, ethnische und geschichtliche Berechnungen möglich ist.

Die Liebe Bangladesch sollte die Autoritäten Myanmars unter Druck setzen, sodass sie ihre Grenzen öffnen, damit ihre Brüder und Schwestern in ihr Heimatland zurückkehren können, ohne Angst davor haben zu müssen, dass ihre Würde, ihre Rechte und ihre Sicherheit missachtet werden. Auf diese Weise wird die Menschlichkeit auf ein neues wiederauferweckt.

Die Kirche besitzt ethische und spirituelle Werte, die große Macht besitzen. Die Machthaber, in Myanmar oder woanders, sollten dies wissen.

Die Schreie der leidenden Rohingya sind in unseren Ohren angekommen. Unsere Augen sahen ihr Leiden. Unsere Herzen sind voller Mitgefühl. Die Katholische Kirche in Bangladesch – insbesondere Caritas Bangladesch – wartet auf Entscheidungen und die Erlaubnis bestimmter Regierungsagenturen, damit sie schnell in der Region helfen können, um den Opfern helfen zu können, indem sie sie mit Essen, Kleidung, Wasser, Medizin und ihrer Betreuung unterstützen können.

Vielen Dank an den Heiligen Vater Franziskus, der immer auf der Seite der Rohingya Opfer stand. Er ist bei uns. Vielen Dank an Caritas Internationalis, die die lokale Caritas Bangladesch unterstützt.

In der gegenwärtigen Situation soll Wohltätigkeit an erster Stelle stehen. Lasst uns alle – auch die Kirche – ein Krankenhaus auf dem Schlachtfeld sein, das auf die dringenden Bedürfnisse antwortet. Keine anderen Gründe sollten die Wohltätigkeit überschatten. Lasst uns den Flüchtlingen und diesem leidenden Teil der Welt unsere Liebe, unser Mitgefühl und unsere Solidarität zeigen.

Gebete der lokalen Kirche warden diejenigen Begleiten, die auf die eine oder andere Weise von dieser Krise betroffen sind. Es wird diejenigen begleiten, die sich um das Wohlergehen der leidenden Bevölkerung kümmern.

Interreligiösen Dialog nicht durch aggressive Missionsmethoden gefährden

wege des friedensDie friedliche Koexistenz der Religionen als eine der „wesentlichen Herausforderungen“ für die globalisierte Gesellschaft im 21. Jahrhundert darf nicht durch „aggressive Missionsmethoden“ gefährdet werden. Dies hat Prälat Klaus Krämer, Präsident des Internationalen Katholischen Missionswerkes missio Aachen, am Montag in Münster beim Weltfriedenstreffen der Gemeinschaft Sant’Egidio gefordert. Eine immer größere Bedeutung gewinne dabei der interreligiöse Dialog, der zwar „anstrengend“, aber der „einzige Weg zu einem friedlichen Zusammenleben“ sei. Als Beispiele nannte Krämer drei missio-Projekte in Pakistan, Nigeria und der Zentralafrikanischen Republik, die durch gemeinsame Präventionsarbeit von Christen und Muslimen gegen gewalttätige Auseinandersetzungen Maßstäbe setzten.

Voraussetzung für den interreligiösen Dialog seien interkulturelle Kompetenz, die Entwicklung der eigenen religiösen Identität und die Bereitschaft zum Gespräch auf Augenhöhe. Prälat Krämer forderte alle Verantwortlichen im weltweiten Religionsdialog dazu auf, sich mit Nachdruck gegen jede „destruktive und respektlose Abgrenzung zwischen den Religionen“ und die „missbräuchliche Instrumentalisierung religiöser Gefühle“ zu wenden. Es dürfe keine Gewalt gegen Andersdenkende, keine unlauteren Methoden zu Lasten anderer Religionen und kein einseitiges Ausnutzen einer faktischen Machtstellung gegenüber Minderheiten geben.

 

Weitere Informationen finden Sie unter http://www.santegidio.org/

Bundesregierung muss Indien an Achtung der Religionsfreiheit erinnern

missio-Kampagne "freeourhusbands" setzt sich für bedrängte Christen in Indien ein.

missio-Kampagne “freeourhusbands” setzt sich für bedrängte Christen in Indien ein.

Zum 70. Jahrestag der Gründung Indiens fordert das Internationale Katholische Missionswerk missio in Aachen die Bundesregierung auf, sich stärker für die Achtung der Religionsfreiheit in der bevölkerungsreichsten Demokratie der Welt einzusetzen. “Die gegenwärtige indische Regierung schaut weg, wenn Hindu-Nationalisten Christen oder Muslime diskriminieren oder gar Gewalt gegen ethnische und religiöse Minderheiten schüren, das widerspricht eklatant der Gründungsidee des Landes”, so Prälat Klaus Krämer, Präsident des Internationalen Katholischen Missionswerkes missio Aachen.

“Unsere Partner berichten von ernstzunehmenden hindu-nationalistischen Bemühungen, den säkularen Charakter der indischen Verfassung zu beseitigen und den Hinduismus zu einer Art Staatsreligion zu erheben, diese Entwicklung darf die Bundesregierung nicht ignorieren”, so Prälat Krämer weiter. Deutschland strebe gegenwärtig eine stärkere politische und wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Indien an. “Deshalb sollte die Bundesregierung daran interessiert sein, dass Indien eine stabile Demokratie bleibt und nicht durch die politische Instrumentalisierung der Religionsfrage weiter erschüttert wird”, so Prälat Krämer.

“Wir setzen uns zur Zeit mit der Petition #freeourhusbands für die Freilassung von sieben unschuldig zu lebenslänglicher Haft verurteilten Christen im Bundesstaat Odisha ein,“ bittet Prälat Krämer um Unterstützung der Petition. Die sieben verurteilten Christen sind von Hindu-Nationalisten mit gefälschten Anschuldigungen vor Gericht gebracht worden. „Für sie ist die mangelnde internationale politische Unterstützung sehr bedrückend“, so Krämer weiter. missio-Partner betreuen die Familien der Inhaftierten. Dieser Fall steht stellvertretend dafür, warum mehr politischer und diplomatischer Druck auf Indien in der Frage der Religionsfreiheit notwendig ist.

Linktipp:

missio-Aktion #waehltreligionsfreiheit

Aktion #waehltreligionsfreiheit

Aktion #waehltreligionsfreiheit

Fragen Sie die Parteien zum Thema Religionsfreiheit!

Was sagen die Parteien über Religionsfreiheit? Wie wollen die Parteien bedrängten und verfolgten Christen weltweit helfen? Dazu können Sie jetzt CDU/ CSU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen, FDP und Die Linke direkt vor der Bundestagswahl am 24. September fragen – die Generalsekretär/-innen antworten Ihnen.

So geht’s: Kreuzen Sie im Formular eine der fünf Fragen an, die zur Auswahl gestellt sind. Füllen Sie es mit Ihrem Namen und Ihrer E-Mail-Adresse aus und schicken Sie es bis spätestens Sonntag, 10. September, an uns ab. Wir senden Ihnen dann am Freitag, 15. September, per E-Mail die Antworten der Parteien auf Ihre Frage persönlich zu.

Unter https://www.missio-hilft.de/waehltreligionsfreiheit erfahren Sie mehr über die Aktion.
Auch domradio.de hat über den Auftakt der missio-Aktion berichtet. Diesen Beitrag finden Sie hier: https://www.domradio.de/video/missio-startet-internet-kampagne-zur-bundestagswahl.

Mittelalterliches Indien

Gefangene Kandhamal Gruppe QuerformatSieben unschuldige Christen sitzen im Gefängnis, weil sie beschuldigt werden, Swami Laxmanananda ermordet zu haben. Nach vier Jahren wurden sie 2013 zu einer lebenslangen Haft verurteilt. Der Richter sagte, dass die Swami-Mörder den Mord höchst professionell ausgeführt haben. Dabei waren die Angeklagten nie zuvor wegen krimineller Taten auffällig geworden. Wir fordern alle dazu auf den Kandhamal Day zu beobachten und die Opfer und Überlebenden von Kandhamal zu unterstützen.  

Ein Beitrag von Pater Ajaya Kumar Singh

Am 15. August 2017, feierte Indien 70. Jahre Unabhängigkeit inmitten von Prunk und Ruhm. Indien ist eine unabhängige, sozialistische, säkulare und demokratische Republik. Millionen von Menschen feierten an diesem Tag. Das konnte Bhaskar Sunamajhi nicht tun. Er könnte grundlos am Galgen enden, nur weil er in eine niedrigere ethnische und religiöse Minderheit hineingeboren wurde. Er ist einer von sieben Angeklagten, die angeblich Hindus ermordet haben sollen.

Bhaskar spielte Karten mit seinen Freunden, als die Polizei in sein Dorf kam. Sie sagten ihm, er solle sie begleiten, damit eine Maßnahme zur Verbrechensaufklärung vorgenommen werden könne. Eine Situation, die oft vorkam. Die Polizei sagte seiner Familie, dass er am nächsten Tag zurückkehren würde. Zwei Tage lang gab es kein Lebenszeichen von ihm. Als seine Frau zur Polizei ging, wurde sie darüber informiert, dass er nach sechs Monaten zurückkehren wird. Sie sagten nicht, weswegen er verhaftet wurde. Erst als das Thema in die Medien kam, wurde darüber gesprochen.

Das Gerücht, dass er ein linksparteiischer Guerilla-Kämpfer (Maoist) ist und ein Mitglied der Gruppe ist, die vier hinduistische Arbeiter getötet haben soll basierte auf unrechtsgültigen Argumenten, die von der Polizei verwendet wurden, weil sie selbst unfähig waren, die wahren Täter zu finden.

Der Richter zitierte die Zeugenaussage von Prashant Kumar Parida, das ein Jahr nach dem Mord aufgenommen wurde, dass ihm von einem Parbat Panigrahi “vor zwei oder drei Jahren erzählt wurde, dass Bhaskar an einem 15-20 Tage langen Training der Maoisten in Daringbadi teilgenommen haben soll.

Die Tatsache, dass die Zeugenaussagen acht Monate nach Parabat’s Erschießung aufgenommen wurde, birgt große Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Aussage.

Die hinduistischen Nachbarn sagten, dass sie sich nicht vorstellen können, dass Bhaskar in diese höchst professionellen kriminellen Taten mit den Maoisten verwickelt war.

Indien feiert seine Unabhängigkeit

Das unabhängige Indien wurde 1947 gegründet und hatte eine soziale, säkulare und demokratische Demokratie als Ziel. Dieses Ziel wurde auch in der Präambel der Indischen Verfassung aufgeführt. Die Verfassung beinhaltete die Reflektion der Menschenrechte von 1949, innerhalb derer die Menschenwürde und Religionsfreiheit äußerst wichtig waren. Obwohl Indien schwor für eine sozialitische, säkulare und demokratische Republik zu arbeiten, gewann der Schiismus immer mehr an Macht.

 

Sozialistisches Indien

Die Dalits (früher auch bekannt als die Unberührbaren) und die Adivasi machen 24% der gesamten indischen Bevölkerung aus. Sie sind Opfer der strukturellen Ungerechtigkeit und Ungleichheit. Der “United Nations Development Fund’s Odisha Human Development report” von 2004 sagt, dass die Prozentanzahl der Adivasi und Dalits, die unter der Armutsgrenze in Süd-Odisha leben, bei 92,42% und 87% liegt, während Indiens Durchschnnittsprozentsatz bei 48% und 36% liegt.

Obwohl Indien Rechte hat, die die Bürgerrechte schützen sollen, liegt die Verurteilungsrate von krimiellen Taten gegen Dalits und Adivasi bei 5% und 4,3%.

“Das heisst, dass Verdächtige in 95 von 100 Fällen freigesprochen werden. Über zehn Jahre hinweg war die niedrigste Verurteilungsrate in Gujurat und lag dort bei 2,1% in 2011; gegen Adevasi betrug die Verurteilungsrate 1,1% in 2005.“[i]

“An höchster Stelle der Regierungsbürokratie, aus einer Gesamtheit von insgesamt 149 Personen, gibt es keine Dalit-Beamten und nur 4 Adivasi-Beamte. Auf dem nächsten bürokratischen Level waren von 108 Beamten nur zwei Dalits und zwei Adivasi dabei.“ [ii]

Ihre Präsenz in der Judikative ist sehr gering. Seit der Unabhängigkeit Indiens gab es nur vier Dalit-Richter.

53% der indischen Gefangenen sind Muslime, Dalits und Adivasi, obwohl sie nur 39% der indischen Bevölkerung ausmachen. Daten aus dem Jahre 2013 zeigen, dass 20% Muslime, 22% Dalits und 11% Adivasi im Gefängnis saßen, während sie jeweils 13%, 17% und 9% der Bevölkerung ausmachten. .[iii]

Die Vorurteile gegen Minderheiten im Indischen System sind erschreckend: 94% der Inder, die im Todestrakt sitzen sind Muslime oder Dalits.[iv]

Die religiösen Minderheiten werden diskriminiert, besonders jetzt, wenn die Regierung von Minister Narendra Modi geführt wird. Die Minderheiten sind ängstlich und leiden unter der kommunalen Gewalt. Sie werden heimgesucht und überprüft, ob sie Rindfleisch essen. Die Gemeinschaft hat Angst davor, Kühe zu halten, obwohl diese für die Wirtschaft sehr wichtig sind.

Medienberichten zufolge waren 32 von 63 Fällen  Attacken, die auf Kühe bezogen waren  (nachdem die jetzige Regierung 2014 an die Macht kam).

“Von den 28 Indern, die in den letzten sieben Jahren in Übergriffen starben, waren 24 Muslime (86%). 124 Menschen wurden während Attacken verletzt. Mehr als die Hälfte (52%) dieser Angriffe basierte auf Gerüchten”, India Spend database zufolge.

 

Säkularität drosselt Religionsfreiheit  

Die religiösen Minderheiten – besonders die Christen – werden hart von den Anti-Koversionsgesetzen getroffen. Bereits sechs Staaten haben diese Gesetze eingeführt. Es herrscht Chaos und Verwüstung. Odisha war der erste Staat Indiens, der die Gesetze in 1967 einführte, die unter anderem beinhalten, dass jede Person verhaftet werden kann, die an einer religiösen Tauf-Zeremonie teilnimmt und keine offizielle Erlaubnis von der Behörde bekommen hat. Jegliches Geschenk oder jeglicher Dienst oder eine angebotene Hilfe könnte als Konvertierung interpretiert werden. Die Konvertierung ist zu einem kriminellen Akt geworden und widerspricht der Verfassung. 

 

Situation der Gewalt gegen Christen in Kandhamal heute

70 Jahre in “Freiheit”sind vergangen. Es ist an der Zeit darüber nachzudenken, was diese Jahrzehnte für die Menschen in Indien ­– Dalits, Adivasi und andere Randgruppen bedeutete. Haben wir wirklich die moralische Stärke noch einmal ein Massaker in Kandhamal zu überstehen? Wenn wir sie nicht haben, ist es wichtig, dass wir am Kandhamal Tag (25. August 2017) genau zuhören und beobachten, was uns die Opfer und Überlebenden des Massakers, die für die Gerechtigkeit kämpfen, zu sagen haben.

Nach nur 10 Tagen nachdem die Unabhängigkeitsfeier in Indien stattfand, wurde Indien Zeuge der größten kommunalen Gewalt gegen Christen in Kandhamal in Odisha im Jahre 2008. Dieses Jahr sind seitdem schon neun Jahr vergangen. Am 25. August wollen wir Harmonie, Frieden und Gerechtigkeit schenken. Über 395 Kirchen, die den Adivasi-Christen und den Dalit-Christen gehörten, wurden zerstört. 6,500 Häuser wurden zerstört und über 100 Menschen starben, 40 Frauen wurden vergewaltigt, Bildungseinrichtungen, soziale Einrichtungen und Gesundheitseinrichtungen wurden ausgelöscht. 56,000 Menschen mussten fliehen. Es wurde von vielen Fällen berichtet, in denen Menschen zum Hinduismus konvertieren mussten – unter Zwang. Dieser organisierte kommunale Angriff ist der Größte in der Geschichte der christlichen Gemeinschaft während der letzten drei Jahrhunderte. Die Wiedergutmachung der Regierung fiel spärlich aus.

Während der kommunalen Gewalt in Kandhamal wurden nur 820 von insgesamt 3,300 Fällen registriert. Der Rest der Beschwerden wurde erst gar nicht aufgeschrieben. Keiner der Täter, die für die Zerstörung verantwortlich war, sitzt heute hinter Gittern. Mörder, Vergewaltiger und Zerstörer sind heute auf freiem Fuß. Und trotzdem sitzen sieben unschuldige Personen im Gefängnis. Es ist wichtig, dass das freie Indien aufwacht, die Täter verurteilt und die Unschuldigen freilässt.

Dies ist nicht das Indien, von dem unser Vorvater des neuen Indiens träumte. Traurigerweise, sitzen Menschen an oberen Positionen, die nicht für den Frieden kämpfen, sondern hindutva Kräfte vereinigen und die Religion dafür missbrauchen. Ich wünsche mir, dass Indien wieder die Werte und Träume hat, die es bei seiner Gründung hatte: säkulare, sozialistische und demokratische Werte.


Vietnam verhaftet vier Aktivisten

ein Beitrag von ucanews.com

Ein Pfarrer und drei Aktivisten sind in Vietnam verhaftet worden. Anschuldigung: Sie sollen versucht haben die kommunistische Regierung zu stürzen. Dies kumulierte in einer wachsenden Niederschlagung von Aktivisten und Dissidenten.Redemptoristen sagen, dass die Verhafteten anständige Menschen sind, die auf friedliche Weise für das Gemeinwohl arbeiten.

Das Ministerium für öffentliche Sicherheit verkündete am 30. Juli, dass Sicherheitsbeamte Pastor Nguyen Trung Ton aus der nördlichen Provinz Thanh Hoa, Ingenieur Pham Van Troi aus Hanoi, freier Schriftsteller Truong Minh Duc und Rechtsanwalt Nguyen Bac Truyen, beide aus Ho-Chi-Minh-Stadt, verhaftet wurden.

Das Ministerium sagte, die vier werden dafür angeklagt “die Regierung zu stürzen”. Sie sind dem christlichen Rechtsanwalt Nguyen Van Dai verbunden, der zusammen mit dem Aktivisten Le Thu Ha im Dezember 2015 verhaftet wurde.

Ton, 45, erholt sich immer noch von schweren Verletzungen, weil er von der Zivilpolizei im Februar angegriffen wurde. Davor wurde der Pfarrer, Mitglied des Interfaith Council of Vietnam, zu zwei Jahren Gefängnis und zu zwei Jahren Hausarrest für sogenannte „Anti-Staats-Aktivitäten“ verurteilt.

Ton dient auch als Chef der Bruderschaft für Demokratie (BFD), einer lokalen zivilgesellschaftlichen Gruppe. Troi und Duc sind Mitglieder dieser Gruppe, während Truyen für das Justiz- und Friedensbüro arbeitet, das von den Redemptoristen in Ho-Chi-Minh-Stadt betrieben wird.

In ihrer Erklärung vom 30. Juli beschrieb die BFD die Verhaftungen als verfassungswidrig. DIe Verfassung der Sozialistischen Republik Vietnam verstößt gegen die universelleErklärung der Menschenrechte, wie sie in der UN-Charta definiert ist. “Wir fordern, dass die veitnamesische Regierung die Gefangenen bedingungslos freilässt, sowie alle Gefangenen, die in den letzten Jahren verhaftet wurden, willkürlich verfolgt worden sind”, so die Erklärung.

Sie fordert auch das veitnamesische Volk dazu auf, die Regierung zu bitten, “sofort aufzuhören, das Volk zu unterdrücken”, und sich gegen die Handlungen der Regierung auszusprechen, die “die Freiheit, die Demokratie und die Menschenrechte des vietnamesischen Volkes erwürgen”. In einem früheren Zwischenfall verhaftete die Polizei in der Provinz Nghe An, im Norden Vietnams, am 24. Juli den prominenten Dissidenten Le Dinh Luong. Luong, ein Katholik, wurde beschuldigt, “regelmäßige Aktivitäten mit dem Ziel zu führen, die Regierung zu stürzen”.

Die Regierung lügt

Redemptoristen-Pater Anthony Le Ngoc Thanh, Leiter des Justiz- und Friedensbüros, sagte in einem Videoclip auf Facebook, dass die Verhafteten “gute Leute sind und für das Gemeinwohl in einer friedlichen Weise arbeiten.” Ihre Beiträge würden sehr geschätzt.

Pater Thanh sagte, dass die jüngsten Verhaftungen zeigen, dass die Regierung diejenigen fürchtet, die von der Öffentlichkeit hoch respektiert werden. “Die Menschen vertrauen nicht mehr darauf, was kommunistische Behörden sagen, weil sie nicht die Wahrheit sagen”, sagte er.

Pater Thanh sagte, dass die Behörden die Eigentümer der Menschen stehlen, anstatt ihnen zu helfen. Der Staat weiß, dass die Menschen den Glauben an sie verloren haben, sagte der Priester. Es ist schade, dass die Regierung Polizei und Gefängnis benutzt, um Menschen zu unterdrücken, die so hoch angesehen werden”, sagte Vater Thanh. Er sagte in der Vergangenheit, dass die Leute befürchteten, verhaftet zu werden. Dies hat sich in den letzte Jahren geändert. Die Angst ist fort, sagte er.Der Priester zitierte den Journalisten Huynh Ngoc Chenh, der über Facebook sagte: “Sei nicht traurig, weil deine Freunde verhaftet werden, aber sei traurig, warum wir noch nicht verhaftet worden sind. „Kämpfen bedeutet, eine Haftstrafe zu akzeptieren.“ Vater Thanh warnte, dass die Verhaftungen nur die Menschen dazu anregen werden, gegen die Regierung zu kämpfen. In diesem Jahr hat die Regierung bislang 19 Aktivisten eingesperrt, von denen die meisten beschuldigt wurden, Anti-Staats-Kampagnen zu führen.

 

 

Vietnam: Trần Thị Nga zu neun Jahren Haft verurteilt

logo vietnam1Sie postete Videos und Artikel, die den Staat beschuldigten, die Menschenrechte zu verletzen. Keiner ihrer Verwandten oder Freunde durfte beim Gerichtstermin anwesend sein. Ihr Anwalt plant Einspruch zu erheben.

Menschenrechtsaktivistin Trần Thị Nga, 40, wurde zu neun Jahren Haft verurteilt, weil ihr „Propaganda gegen den Staat“ vorgeworfen wird. Sie wurde bereits am 21. Januar verhaftet, weil sie Videos und Artikel online stellte, die beinhalteten, dass der kommunistische Staat die Menschenrechte verletzt. Darüber hinaus forderte sie Pluralismus und die Abschaffung des Einparteiensystems.

Nga wurde vom Gericht, in der Provinz Hà Nam im Norden Vietnams, verurteilt, nach Artikel 88 des vietnamesischen Strafgesetzbuches, der oft dazu genutzt wird um regierungskritische Blogger und Aktivisten zum Schweigen zu bringen.

„Die Beweise wurden nicht auf rechtsgültigem Wege gesammelt“, sagte Hà Huy Sơn, einer von Trần Thị Nga Verteidiger. Das Gericht wies diese Anschuldigungen ab und sprach sie schuldig. Sơn erwartet eine Verurteilung “in Bälde”.

Während des Prozesses durften nur Polizei und vom Gericht zugelassene Personen anwesend sein. Kein Familienmitglied von Trần Thị Nga durfte der Verhandlung beiwohnen. „Die Polizei sagte, dass der Saal zu voll sei, also fragten wir sie, ob es Lautsprecher gibt, sodass wir den Prozess trotzdem mitbekommen, aber sie lehnten ab“, sagte Aktivist Lã Việt Dũng. „Zuerst ließen sie uns vor dem Gericht warten, dann beschuldigten sie uns, dass wir stören würden und jagten uns schließlich davon.“

Nga, die zwei Kinder hat, ist bekannt dafür, dass sie Rechte der vietnamesischen Gastarbeiter und der Opfer von Landraub verteidigt. Im Mai 2014 erlitt sie schwere Verletzungen, als sie von einer Gruppe von Männern angegriffen wurde.

In Vietnam gibt es kaum Pressefreiheit. Reporter ohne Grenzen zufolge, ist es auf Platz 175 von insgesamt 180 Ländern.

Während der letzten Wochen wurden mehrere Blogger und Aktivisten verurteilt. Nguyễn Ngọc Như Quỳnh, 37, ein katholischer Blogger, der auch als Mẹ Nấm oder Mother Mushroom bekannt ist, muss zehn Jahre ins Gefängnis. Pierre Pham Minh Hoang, ein katholischer französisch-vietnamesischer Blogger legte seine Staatsbürgerschaft ab (man ist nicht sicher, ob unter Zwang), und flüchtete aus seinem Heimatland.

(Beitrag von www.ucanews. it)