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Alternation of blasphemy laws in Pakistan is stagnating

by S. Sheeky

Let me let you know that question about Blasphemy laws in Pakistan is still stagnating. We could not say anything about the changes in law until our parliamentarian would have talk in parliament over this issue. Anyhow, good thing is that police is strict to have concrete probe before registering case in police station, and government is trying its best to avoid the misuse of this law against personal scores. Therefore police is strictly advised to have adequate investigation on the cases so that no innocent person could be imprisoned and punished. We hope, that wise steps taken by government and parliament will reduce entering false cases of blasphemy in police stations. There is no talk here to amend this law so far, but steps been taken to avoid misuse of it.

Änderung der Blasphemiegesetze in Pakistan stagniert

Die Christin Asia Bibi ist 2009 in Pakistan von einem Bezirksgericht im Punjab zum Tod verurteilt worden. Anklage: Gotteslästerung.

Sie hatte bei der Feldarbeit aus einem nahegelegenen Brunnen geschöpft. Muslimische Kolleginnen beschuldigten sie, als Christin damit das Wasser des Brunnens unrein gemacht zu haben. In einem anschließenden Disput soll die Mutter von fünf Kindern den Propheten Mohammed beleidigt haben. Einen Tag später wurde sie verhaftet.

Spätere Recherchen ergaben, dass der Vorwurf der Gotteslästerung für eine private Fehde missbraucht worden war. Asia B. aber sitzt seitdem im Gefängnis, ihre Familie musste untertauchen. S. Sheeky äußert sich zu der aktuellen Lage in Pakistan.

“Leider hat sich in der letzten Zeit nicht viel getan. Die Frage nach den Blasphemiegesetzen stagniert. Wir können nichts zu den Gesetzesänderungen sagen, bis das Parlament darüber spricht. Gut ist, dass die Polizei mittlerweile die Sache ernst nimmt. Bevor eine Verhaftung stattfindet, wird der Fall genau überprüft. Die Regierung versucht den Missbrauch des Gesetzes in persönlichen Angelegenheiten zu vermeiden. Daher wird der Polizei dringend empfohlen, angemessene Untersuchungen in allen Fällen durchzuführen, damit keine Unschuldigen eingesperrt oder bestraft werden.

Wir hoffen, dass das Parlament und die Regierung weise Schritte gehen werden, damit Unschuldige, die der Gotteslästerung beschuldigt werden, nicht verhaftet werden.

Es ist bisher nicht die Rede davon dieses Gesetz zu ändern, aber es wurden Schritte eingeleitet, um den Missbrauch des Gesetzes zu vermeiden.”

                                                                                                       von S. Sheeky

Krippe bedeutet Zuflucht – Erzbischof Samir Nassar berichtet über die Vorweihnachtszeit in Syrien

Der maronitische Erzbischof von Damaskus Samir Nassar berichtet in einem Brief an missio in welcher Stimmung sich Syrien während der Vorweihnachtszeit befindet.  

Syrien erinnert zurzeit an eine Krippe: ein offener Stall ohne Tür, kalt, hilflos und von Gewalt verwüstet.

Dem Jesuskind fehlt es aber nicht an Gefährten in Syrien. Unzählige Kinder, die ihr Zuhause verloren haben, sind obdachlos oder leben in Zelten, die ebenso einfach sind, wie die Krippe in Betlehem.

Jesus hat hier viele Leidensgenossen. Die durch Gewalt verängstigten Kinder wünschen sich an Jesus Stelle zu sein, denn er hatte zumindest seine Eltern. Dieses Gefühl der Bitterkeit sieht man in ihren Augen, ihren Tränen und in ihrem Schweigen. Viele syrische Kinder bewundern das göttliche Kind, weil es den schwierigen Weg um geboren zu werden, überstand. Sie selbst wurden geboren, als Bomben fielen und die Massenauswanderung begann.

Maria ist nicht allein. Die hilflosen Mütter leben in extremer Armut und tragen die Verantwortung für ihre Familien – ganz allein, weil ihre Männer getötet wurden oder verschwunden sind. Die Geschichte der Krippe tröstet sie ein wenig.

Die beruhigende Anwesenheit von Josef neben der heiligen Familie ist eine Quelle der Eifersucht für die Familien, die keinen Vater mehr haben. Ein Verlust, der Angst und Beunruhigung nährt.

Die Arbeitslosen bewundern Joseph, weil er alles dafür tut, dass seine Familie nicht in Angst und Gefahr leben muss.

Die Hirten und ihre Herde stehen an der Krippe und sprechen mit vielen syrischen Viehzüchtern, die ihren Viehbestand während des Krieges verloren haben.

Das nomadische Leben auf dieser heiligen Erde geht auf Abraham zurück, und verschwindet langsam mit seinen alten gastfreundlichen Bräuchen und seiner traditionellen Kultur.

Der höllische Lärm des Krieges erstickt den Gesang der Engel. Diese weihnachtliche Symphonie für den Frieden wird von dem Hass, der Grausamkeit und der Gleichgültigkeit der Welt übertüncht…

Wir wünschen uns, dass die heiligen drei Könige Frieden, Vergebung und Mitgefühl nach Syrien bringen.

An diesem Weihnachtsfest lächelt Jesus das neugeborene syrische Kind an und lädt es dazu ein, den Stall mit ihm zu teilen.

Samir Nassar, Maronitischer Erzbischof von Damaskus

 

Menschenrechtsstudie: Religiöser Extremismus und Gewalt in Tansania

von Elias O. Opongo SJ / Felix J. Phiri MAfr

Religiös begründete Gewalt hat in Tansania  eine lange Geschichte. Die Gewalt insbesondere zwischen Christen und Muslimen tritt jedoch seit 1980 besonders deutlich hervor.63-tansania-religioeser-extremismus_full_p

In den letzten Jahren haben die Spannungen besonders zwischen den Anhängern dieser beiden Religionen zugenommen, wobei wiederholt verhängnisvolle Angriffe und Zerstörungen des Eigentums der jeweils anderen Gruppe vorkamen.

Es ist mittlerweile ein offenes Gehemnis, dass die Koexistenz zwischen Christen und Muslimen in Tansania zum Problem geworden und dass das Bild des Landes getrübt ist.

Mehr Informationen zum Thema “Religiöser Extremismus und Gewalt in Tansania” finden sie unter arrowmissio-hilft.de/mrstudie63arrow

Nachricht von der pakistanischen Bischofskonferenz

von S. Sheeky

Wir, die pakistanische Bischofskonferenz, haben unsere zweite jährliche Versammlung im Renewal Center in Lahore abgehalten. Nach einer kurzen Reflektion, die das Leben der Kirche und der Menschen in unserem Land betrafen, würden wir gerne die folgende Nachricht an die Gemeinschaft richten…

Das Jahr der Barmherzigkeit

Seit dem Zeitpunkt, als Papst Franziskus sein Pontifikat angetreten hat, brachte er neues Leben in die Katholische Kirche, er gab ihr neue Kraft. Er rief das Jahr der Barmherzigkeit aus, das einen Akkord in den Herzen von Millionen von Katholiken auf der ganzen Welt angeschlagen hat. Die Pforte der Barmherzigkeit wurde nicht nur im Vatikan, sondern auf der ganzen Welt geöffnet. Viele Menschen sind zu Kirchen gepilgert und haben die Werke der Barmherzigkeit vollbracht, indem sie beispielsweise notleidenden Menschen geholfen haben.

Mutter Teresa, eine Heilige unserer Zeit, war eine wichtige Säule der Barmherzigkeit und leistete barmherzige Dienste für die Menschheit. Sie war eine großzügige Spenderin göttlicher Barmherzigkeit, weil sie für jeden da war, der sie brauchte. Für Mutter Teresa war Barmherzigkeit wie Salz, das ihrer Arbeit Geschmack verlieh, es war das Licht, das in der Dunkelheit schien. Abdul Sattar Edhi hat ebenfalls einen tiefen Sinn in der Liebe und Fürsorge für andere gesehen, die sich in seinem lebenslangen Dienst für die Menschen in Pakistan wiederspiegelt. Er beschloss seinen Mitmenschen zu helfen, indem er ihnen Zugang zu medizinischer Versorgung, einem 24 h Rettungsdienst, Waisenhäusern gewährte. Während des Jahres der Barmherzigkeit, trauern wir um Bruder Bischof Rufin Anthony. Er war ein Mann des Gebets und der Barmherzigkeit. Sein Tod erinnert uns daran, wie sehr wir gute Priester brauchen, die voller Gnade und Liebe sind. Wir beten für sein ewiges Leben und sind für seine Dienste an der Kirche sehr dankbar.

Wir danken allen, besonders denjenigen, die während des Jahres der Barmherzigkeit ihren Besitz mit anderen geteilt haben und bedürftigen Menschen geholfen haben. Wir bitten sie darum, ihre Arbeit weiterzuführen und ein Vorbild für andere zu sein.

Korruption und Armut

Korruption und Armut gehen Hand in Hand. Wenn die Korruptionsrate steigt, leidet die Wirtschaft eines Landes. Armut schwillt an und Wohlstand schindet dahin. Korrupte Menschen missbrauchen die finanzwirtschaftlichen Ressourcen und lassen die Gesellschaft in einen bodenlosen Abgrund aus Armut fallen. Sie werden immer reicher, während die breitere Bevölkerung immer ärmer wird. Sie verpassen keine Gelegenheit, um die finanziellen Quellen des Landes zu verschlingen. Sie sind wie Termiten der Armut, die die Wurzeln der Bäume der ökonomischen Produktion auffressen, sodass das Rad des Wohlstands immer langsamer wird. Es entsteht Raum für Bestechungen, Unrecht, Gesetzlosigkeit, Raub, Diebstahl und Morde. Chaos übersät den Staat. Die Verknüpfung zwischen Korruption und Terrorismus, Instabilität und Armut wird deutlicher in der Gesellschaft sichtbar. Die pakistanische Bischofskonferenz achtet deswegen darauf, dass die Regierung sich um das Chaos kümmert und jegliche Korruption verbannt.

Volkszählung

Die Bischöfe machen sich sorgen über die verspätete Volkszählung. Fristgerechte Zählungen sind wichtig, damit ein Land gut geleitet werden kann. Die pakistanische Bischofskonferenz ist darum bemüht die christliche Bevölkerung kennenzulernen, um ihnen spirituelle und soziale Dienste anbieten zu können. Seit Kurzem gibt es Gerüchte über die bevorstehende Volkszählung. Die Bischöfe halten Priester, Katechisten und Lehrer dazu an, die christliche Bevölkerung darüber zu unterrichten, dass ihre Namen registriert werden sollen. Die regionalen Führer, Caritas Mitarbeiter, Gerechtigkeits- und Friedenskommissionen und die regionalen Regierungsräte müssen dem betroffenen Amt dabei helfen, dass kein Christ / keine Christin bei der nächsten Zählung vergessen wird.

Die Minderheiten

Ein lobenswerter Schritt, der von der vorherigen Regierung eingeleitet wurde, ist, dass Studenten, die einer Minderheit angehören, Arbeitsmöglichkeiten erhalten, obwohl sie landesweit Diskriminierung erfahren. Wir unterstützen und befürworten die Regierung bei ihrem Vorhaben und überprüfen, ob es Unstimmigkeiten gibt, die von eigennützigem Interesse geleitet werden.

Christliche Heiratsverordnung von 1872 und die Scheidungsverordnung von 1869

Die Katholische Kirche sowie andere Konfessionen in Pakistan haben den Gesetzentwurf, der dem Parlament vorgelegt wird, gelesen und studiert. Dabei geht es um die Christliche Heiratsverordnung von 1872 und die Scheidungsverordnung von 1869.

Die Katholische Kirche sowie andere Konfessionen haben den Entwurf, mit der freundlichen Unterstützung von der Nationalen Katholischen Kommission für Gerechtigkeit und Frieden, gelesen. Die Lehren der Bibel, die christliche Tradition und gegenwärtige Meinungen wurden dabei beachtet. Die Lehren Jesu zu Heirat, Familie und Scheidung sind den pakistanischen Gesetzen ordnungsgemäß angepasst und können von Christen mit reinem Gewissen akzeptiert werden. Die Bischofskonferenz dankt allen Regierungen in Pakistan, den gewählten Mitgliedern der Nationalversammlung und dem Senat, den Anwälten und Theologen für ihre harte Arbeit, die sie seit über 10 Jahren leisten – auf dass das Gesetz akzeptiert und geändert wird. Wir hoffen, dass das Gesetz das Familienleben der Christen bereichert.

Ein Ruf nach Ruhe und Frieden

Ruhe und Frieden erscheinen seit Jahrzehnten wie ein weit entfernter Traum. Es scheint, dass das Dasein unseres Landes und die Ruhe sich verflüchtigt haben, verflüchtigt in den Äther des Extremismus, der gezielten Morde, des Terrorismus und der Unsicherheit. Der Missklang der Politiker und der unsozialen Aktionen, die aus verschiedenen Bereichen der Bevölkerung kommen, verschlechtern den Zustand der Ruhe und des Friedens in unserem Land.

Wir danken der pakistanischen Armee für ihre Bemühungen und Opfer, die sie während des Kampfes gegen den Terrorismus geleistet haben und laden alle politischen Führer dazu ein, sich für die Ruhe und den Frieden im Land stark zu machen.

Wir leben in Hoffnung

Wir sind Christen und glauben an den auferstandenen Herrn Jesus Christus. Er versichert uns, dass er immer und zu jeder Zeit mit uns ist, bis ans Ende aller Tage. Er ist auf unserer Seite, auch in den dunkelsten Momenten unseres Lebens. Wie auch immer der Weg aussehen mag, wir verlieren nicht unsere Hoffnung. Wir wissen, dass er an unserer Seite ist und den Weg mit uns geht. Pakistan hat Probleme, wie auch viele andere Länder sie haben. In einigen Fällen verängstigen uns die Probleme, aber wir beten dafür, dass unsere Führer das Richtige tun und die Wahrheit verteidigen. Wir bitten alle Christen darum, zu dem Wachstum und dem Fortschritt des Landes beizutragen. Pakistan ist unser Zuhause und wir werden immer loyale Bürger bleiben, die für die Entwicklung des Landes arbeiten. Möge Gott der Allmächtige unser Land und die Menschen darin segnen.

Die Macht der Barmherzigkeit

Samir Nassar ist maronitischer Erzbischof von Damskus.

Samir Nassar ist maronitischer Erzbischof von Damskus.

Samir Nassar ist maronitischer Erzbischof von Damaskus. In einem Brief an missio berichtet er von der Lage in Syrien, vor welchen Herausforderungen das Land steht, aber auch wie vor Ort geholfen wird und was Barmherzigkeit bedeutet.

,,Die Gewalt, die Syrien auseinandergerissen hat und die das Land in die Farbe des Blutes seit fünf Jahren tränkt, ist auch eine Quelle der Barmherzigkeit.

1) Die Familie: Mit 12 Millionen Flüchtlingen und Binnenflüchtlingen sind alle gemeinnützigen Bewegungen und Maßnahmen nicht mehr der Situation entsprechend. Nur die Familie, das Rückgrat der orientalischen Gesellschaft, hat den Schock überwunden und lebt wieder wie zuvor. Sie spendet Trost, sie teilt und leistet Beistand.

Eine Solidaritätsaktion, an der 20 Personen in einem kleinen Raum teilgenommen haben, bestand darin, Brot zu teilen und jeder Einzelne erzählte von seinem Alltag. Diese Familien verkörpern Barmherzigkeit im wahrsten Sinne des Wortes, im Stillen und ohne eine Gegenleistung zu erwarten.

2) Die Priester aus allen orientalischen Kirchen, die ihre heilige Mission wegen des Krieges vernachlässigen mussten, diese Priester sind Sozialarbeiter, die im Dienste der armen Familien, und Familien, die einen Verlust erleiden mussten, stehen. Sie sind das barmherzige Gesicht Gottes. Anstatt zu fliehen, haben diese mutigen Priester ihre Mission gewissenhaft bis zum Ende fortgeführt. Fünf Priester haben ihr Leben der Vermittlung und der Sicherheit gewidmet. Zwei Bischöfe und vier weitere Priester versuchen bedürftigen Menschen Lebensmittel zu bringen.

3) Geistliche und Laien haben sich auf zwei wichtige Punkte konzentriert: auf die humanitäre und pädagogische Hilfe.

Humanitäre Hilfe: In Aleppo gibt es seit langer Zeit kein Wasser und keine Elektrizität mehr. Kerzen ersetzen die Elektrizität. Aber wie soll man ohne Wasser leben?

Hilfsorganisationen versorgen ältere und kranke Menschen mit Wasser. Sie suchen in den vorhandenen Brunner, bringen es zu den Zisternen, fahren durch Minengebiete, um einen Haushalt mit 20 Litern Wasser zu versorgen.

Die Restaurants du Coeur, die während der Wintermonate Nahrung und Kleidung an Bedürftige verteilen, versorgen diejenigen, die am meisten Not leiden. Die Helfenden im medizinischen Bereich ertragen schwerste Belastungen mit nur wenig Mitteln, und dennoch sehr viel Liebe.

Pädagogische Hilfe wird von anderen Gruppen in Damaskus organisiert. Dort erhalten Kinder, die durch den Krieg und die Gewalt traumatisiert sind, Unterstützung und Zuwendung. Ihnen wird in gemischt-religiösen Gruppen beigebracht, dass zwischen ihnen kein Unterschied herrscht und dass sie sich gegenseitig akzeptieren sollen – ein avantgardistischer Standpunkt, der das versteckte Gesicht der Kirche und den Weg der Zukunft zeigt.

Ein weiterer Punkt, der von den Jesuiten übernommen wurden, ist die Beschäftigung mit denjenigen Erwachsenen, die verzweifelt sind und das Land verlassen wollen.

4) „Bewegung der Brüderlichkeit“: im Zuge des Krieges zwischen Israel und Arabien (1967) hat Johannes Paul II eine Bewegung für Kriegsgeschädigte. Diese Bewegung kümmerte sich um die Produktion von Prothesen für körperlich benachteiligte Menschen. Diese Bewegung  ist während des Krieges zu einer wichtigen Notwendigkeit geworden, die den Tod vieler Menschen verhindern konnte. Unterstützt von Hilfsorganisationen der Kirche haben sie einen Badeort erschaffen, um den Leidenden einen Ort der Entspannung anbieten zu können. Das Gesicht des guten Samariters begeistern die Menschen in Syrien – Papst Johannes Paul II, das missionarische Genie der sozialen und medizinischen Versorgung.

5) Viele Initiativen offenbaren sich in der Gesellschaft des Heiligen Vincenz von Paul, der Bruderschaft Mariens oder Waisenhäusern oder Asylheimen, die überbevölkert sind. Aus diesem Fächer  aus Aktivitäten ist die Familie das wichtigste Zeichen, das den Glanz der Barmherzigkeit trägt, der das Überleben einer Kirche ermöglicht – und eines Landes, das sich auf dem Weg in Richtung Wiederversöhnung und Frieden befindet.”

Erzbischof Samir Nassar, maronitischer Erzbischof von Damaskus

 

Zur aktuellen Lage im Nord-Irak

A. Nissan, Direktor der Caritas Irak, berichtet über die aktuelle Lage im Irak.

Das Gebäude des Caritas Zentrums in Bartella wurde stark beschädigt.

Das Gebäude des Caritas Zentrums in Bartella wurde stark beschädigt.

Caritas Irak verfolgt sowohl die aktuelle Situation im Nord-Irak als auch die Kämpfe um Mossul weiter. Kürzlich befreite Gebiete werden ebenfalls beobachtet.

Caritas Irak hat ein Team gebildet, das die befreiten Gebiete besucht. Ziel des Besuchs ist es zu erfassen, wie groß die Zerstörung ist. Außerdem soll er darauf vorbereiten, wie der Wiederaufbau der Regionen aussehen soll, nachdem sich die Lage beruhigt hat und die Bomben und Minen entfernt wurden.

Hier ist eine kurze Zusammenfassung des Besuchs:

- Folgende Regionen wurden besucht:

Qaraqosh (Christliche Region in der Ninive-Ebene, 30 km südöstlich von Mossul entfernt )

Bartella (Christliche Region in der Ninive-Ebene, 27 km östliche von Mossul)

Telluskuf (Christliche Region in der Ninive-Ebene, 25 km nördlich von Mossul)

Baqofah (Christliche Region in der Ninive-Ebene, 25 km nördlich von Mossul)

So sieht das Caritas Center nach dem Befreiungskampf um Karakosch aus.

So sieht das Caritas Center nach dem Befreiungskampf um Karakosch aus.

Das Ausmaß der Zerstörung variiert und könnte einen Durchschnitt von 40-45% erreichen.

  • Die Infrastruktur muss erneuert werden (Wasser und Elektrizitätsnetzwerk)
  • Die Hauptstraßen sind zerstört
  • Einige der Familien haben ihre Heimatdörfer/Städte besucht, um nachzuschauen, ob ihre Häuser noch stehen. Die meisten mussten feststellen, dass ihre Häuser zerstört wurden. Viele von ihnen sind der Überzeugung, dass sie nicht mehr heimkehren können. Erst wenn die Restauration und der Wiederaufbau der befreiten Regionen abgeschlossen ist, wollen sie wieder zurück.
  • Caritas Irak hat eine Statistik erstellt, in der festgestellt wurde, dass 80% der Menschen zu ihrem Zuhause zurückkehren wollen. Bedingung ist, dass sie genügend Sicherheit haben und unter normalen Lebensbedingungen leben können.
Verwüstung und Zerstörung herrschen derzeit im Nord-Irak.

Verwüstung und Zerstörung herrschen derzeit im Nord-Irak.

 

Das Team besuchte die zwei Zentren von Caritas Irak, in Karakosch und Bartella. Die Schäden liegen ungefähr bei 50 %.

Caritas Irak plant …

… die notleidenden Familien weiterhin auf verschiedenen Wegen zu helfen

… spirituell und moralisch zu unterstützen

… die beiden Zentren neu zu eröffnen, wenn die Rechtslage geklärt ist und die Einwohner wieder zurückkehren