Unsicherheit in der Diözese Yola während der Weihnachtszeit

Bischof Stephen Mamza (4)Unser missio-Projektpartner aus Nigeria, Bischof Stephen Mamza berichtet von der Anspannung und der Angst der Menschen während der Weihnachtszeit in der Diözese Yola.

Die Übergriffe und terroristischen Aktivitäten von Boko Haram, einer berüchtigten dschihadistischen Gruppe, und ihrem Zwilling, einer plündernden Gruppe von mordenden Nomaden, in und um den Nordosten Nigerias, haben die christlichen Kirchen vor Herausforderungen in Bezug auf die Sicherheit gestellt. Beide Gruppen haben Kirchen angegriffen und zerstört. Sie haben junge christliche Mädchen vergewaltigt und entführt, die muslimisch-christlichen Beziehungen verschlechtert und eine große humanitäre Krise verursacht. Diese Vorfälle haben die christliche Kirche in dieser Region verunsichert. Die Diözese Yola will auf diese Herausforderungen mit interreligiösem Dialog, der verstärkten humanitären Arbeit mit den Binnenflüchtlingen und höherer Wachsamkeit antworten.

Wir wollen auf jede Gewalt Antworten auf der Grundlage des Christentums als einer Religion des Friedens, des Mitgefühls und der Liebe zum allmächtigen Gott und der Nächstenliebe finden:

Umgang mit der Angst vor Angriffen: Es ist sehr wahrscheinlich, dass Angriffe auf Kirchen, Lager für Binnenvertriebene und andere öffentlichen Plätze auf der Grundlage der jüngsten Sicherheitseinschätzungen zu den wachsenden Aktivitäten von Boko-Haram-Militanten und den mordenden Hirten in christlichen Gemeinschaften stattfinden wird. Wir wenden uns an Gott und bitte ihn um göttliches Eingreifen, da wir auch daran arbeiten, die Wachsamkeit und den inneren Sicherheitsapparat in der Diözese zu verbessern.

Vorbereitung auf mögliche Angriffe: Die katholische Diözese Yola arbeitet intensiv an der Verbesserung unserer inneren Sicherheit, insbesondere während der Festtage. Die Freiwilligen-Sicherheitsteams werden in höchster Alarmbereitschaft sein. Wenn es nötig sein wird, werden wir 24 Stunden lang unser Kirchen- und Binnenvertriebenenlager in St. Theresa’s überwachen. Wir haben auch daran gearbeitet, die Sicherheitsbeleuchtung in und um die potentiellen Zielgebiete zu verbessern.

Macht der Staat genug für die Sicherheit? Wir sind sehr enttäuscht von der schlechten Unterstützung der Sicherheitsbehörden, da viele Menschen in vielen Gebieten des Landes von Boko Haram und mordenden Hirten getötet wurden. Die Sicherheitsbehörden schauen weg. Sicherheitsangelegenheiten, die von lokalen Dorfbewohnern über bevorstehenden Angriffe oder lauernde und plündernde Hirten angesprochen werden, werden ignoriert.

Meine Botschaft an die Christen im Bundesstaat Adamawa: Ich möchte, dass wir alle trotz der aktuell schwierigen Situation im Licht unserer christlichen Hoffnung bleiben.“ Möge die Geburt des Jesuskindes unser Land von der Krankheit des Hasses, der Gewalt, der religiösen Intoleranz und des ethnischen Grolls und der Spaltung, die uns zerreißen wollen, heilen.

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