Archiv für Rev. Fr. Maurice Kwairanga

Anstehende Wahlen befeuern in Nigeria Boko Haram-Terror

Von Rev. Fr. Maurice Kwairanga

Der katholische Priester Fr. Maurice Kwairanga, Koordinator der Initiative “Komitee für gerechte Entwicklung und Frieden” (JDPC) in der Diözese Yola, hat für missio einen der politischen Hintergründe der derzeitigen Anschläge von Boko Haram ausgeleuchtet – politische Wahlen stehen in dem Land an:

Rev. Fr. Maurice Kwairanga, JDPC Coordinator, Katholische Diözese von Yola, Nigeria.  Foto: missio

Rev. Fr. Maurice Kwairanga, JDPC Coordinator,
Katholische Diözese von Yola, Nigeria.
Foto: missio

Die Vorbereitungen der Parlamentswahlen im Februar 2015 verursachen jetzt schon in Nigeria zahlreiche Spannungen, weil die Islamisten das Ende der Regierung Jonathan Goodluck fordern, die sie als eine Vertretung bloß der Christen wahrnehmen – und sie fordern seinen Verzicht, zu dieser Wahl überhaupt wieder anzutreten. Deshalb ist es ja auch nicht hilfreich, dass der Präsident regelmäßig an Sonntagen Gotteshäuser der Pfingstkirchen besucht und dort politische Stellungnahmen abgibt. Das bestätigt wiederum nur die Islamisten in ihrem Vorwurf an die Regierung, bloß Vertreter der Christen zu sein, und stachelt sie auf. Gerade eben hat der Vorsitzende der Bischofskonferenz von Nigeria, Erzbischof Ignatius Kaigama, den Präsidenten via Fernsehen gebeten, von solchen politischen Stellungnahmen in Kirchen abzusehen, weil das Christen gefährdet. Die sozialen Medien sind jetzt schon randvoll mit gegenseitigen Vorwürfen von Christen und Muslims.

Die Karte zeigt die 36 Bundesstaaten Nigerias. Die nördlichen Bundesstaaten Yobe, Borno und Adamawa leiden am meisten unter Boko Haram. Grafik: INT

Die Karte zeigt die 36 Bundesstaaten Nigerias. Die nördlichen Bundesstaaten Yobe, Borno und Adamawa leiden am meisten unter Boko Haram. Grafik: INT

Als Christ im Ausnahmezustand leben – in Adamawa, Yobe und Borno

Von Rev. Fr. Maurice Kwairanga, Yola, Nigeria

Rev. Fr. Maurice Kwairanga, JDPC Coordinator, Katholische Diözese von Yola, Nigeria.  Foto: missio

Rev. Fr. Maurice Kwairanga, JDPC Coordinator, Katholische Diözese von Yola, Nigeria. / Foto: missio


Das Ausrufen des Ausnahmezustandes in den drei Staaten Adamawa, Yobe und Borno wurde von den meisten Christen hier begrüßt. Auch wenn damit die Beschlagnahme von Netzwerken, Bewegungseinschränkungen und endlose Stopp- und Durchsuchungs-Aktionen bei den zahlreichen Grenzkontrollen, die in den betroffenen Gegenden sind, einhergehen.

Ganz allgemein gesprochen hat dies alles positive Auswirkungen auf das Leben der Christen:

Anbetungsstätten sind vor Angriffen geschützt: Seit der Erklärung des Ausnahmezustandes haben wir noch keinen Angriff auf Kirchen oder Gemeinde-Grundstücke verbucht. Früher waren die meisten Menschen zu verängstigt, um zur Kirche zu gehen.

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Christian life in a state of emergency in Adamawa, Yobe and Borno

By Rev. Fr. Maurice Kwairanga, Yola, Nigeria

Rev. Fr. Maurice Kwairanga, JDPC Coordinator, Katholische Diözese von Yola, Nigeria.  Foto: missio

Rev. Fr. Maurice Kwairanga, JDPC Coordinator, Catholic Diocese of Yola, Nigeria. / Photo: missio

The state of emergency declared in the three states of Adamawa, Yobe and Borno have been welcomed by most Christians here. Even though there is the seizure of network, restriction in movements and the ceaseless stop and search operations at the multiple check points spread across the affected areas.

On a general note this has impacted positively on the lives of Christians:

Worship Centers free of attack: Since the declaration of the state of emergency, we have not recorded any attack on Churches and worship grounds. Prior to this people were most times too scared to come to Church.

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