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Unsicherheit in der Diözese Yola während der Weihnachtszeit

Bischof Stephen Mamza (4)Unser missio-Projektpartner aus Nigeria, Bischof Stephen Mamza berichtet von der Anspannung und der Angst der Menschen während der Weihnachtszeit in der Diözese Yola.

Die Übergriffe und terroristischen Aktivitäten von Boko Haram, einer berüchtigten dschihadistischen Gruppe, und ihrem Zwilling, einer plündernden Gruppe von mordenden Nomaden, in und um den Nordosten Nigerias, haben die christlichen Kirchen vor Herausforderungen in Bezug auf die Sicherheit gestellt. Beide Gruppen haben Kirchen angegriffen und zerstört. Sie haben junge christliche Mädchen vergewaltigt und entführt, die muslimisch-christlichen Beziehungen verschlechtert und eine große humanitäre Krise verursacht. Diese Vorfälle haben die christliche Kirche in dieser Region verunsichert. Die Diözese Yola will auf diese Herausforderungen mit interreligiösem Dialog, der verstärkten humanitären Arbeit mit den Binnenflüchtlingen und höherer Wachsamkeit antworten.

Wir wollen auf jede Gewalt Antworten auf der Grundlage des Christentums als einer Religion des Friedens, des Mitgefühls und der Liebe zum allmächtigen Gott und der Nächstenliebe finden:

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Verurteilung des Angriffs auf die Bethel Memorial Kirche in Pakistan

Die Bethel Memorial Church in der pakistanischen Stadt Quetta, die Provinzhauptstadt Belutschistans, wurde am dritten Advent brutal angegriffen. Dabei sind acht Menschen getötet und 20 weitere verletzt worden. Bisher hat noch keine Terrorgruppe die Tat für sich beansprucht. Dazu haben katholische Kirchenvertreter eine Stellungnahme abgegeben, die missio vorliegt.

pakistanflaggeDarin haben Erzbischof Dr. Joseph Arshad, Vorsitzender der NCJP (National Commission for Justice and Peace), Rev. Fr. Emmanuel Yousaf (Mani), nationaler Direktor der NCJP und Herr Cecil S. Chaudhry Exekutivdirektor der NCJP den feigen und unmenschlichen Angriff auf die Kirche verurteilt. Sie sprachen den Opfern ihr Beileid aus. Gleichzeitig würdigten sie die schnelle Reaktion der Polizei und Sicherheitskräfte, die fast 400 Gottesdienstbesucher schützen konnten.

Während der Chief Minister von Belutschistan und andere zuständige Behörden den Angriff nachdrücklich verurteilten, forderte die Kommission die Regierung auf, die Täter vor Gericht zu bringen und extremistische Elemente und Ursachen dieser Intoleranz anzusprechen. Sie betonten ferner die Notwendigkeit, Maßnahmen zum Schutz aller Bürger zu verschärfen, insbesondere während der Weihnachtszeit.  Sie baten die Gemeinschaft auch, mit Beamten zusammenzuarbeiten und ihre Freiwilligendienste für den Schutz und die Sicherheit der Menschen während der Weihnachtszeit auszudehnen.

Die Kommission forderte ferner alle Maßnahmen zur Gewährleistung der tatsächlichen Umsetzung des Urteils des Obersten Gerichtshofs vom 19. Juni 2014 und des nationalen Aktionsplans als oberste Priorität der Regierung zur Ausrottung des Terrorismus und des Extremismus aus dem Land zu verfolgen. Darüber hinaus wurde die Regierung gebeten, sich mit den Freiwilligen der örtlichen Kirche zusammenzuschließen, um Ihnen eine angemessene Ausbildung in Notsituationen zu bieten.

Erzbischof Dr. Joseph Arshad und Pater Emmanuel Yousaf erklärten weiter, dass die Ungewissheit des Lebens unvermeidlich ist. Trotzdem nimmt die Anzahl, die auf solch eine Art und Weise umgekommen sind, in Pakistan zu. Wir beten also zu unserem Herrn Jesus Christus, dass er uns als Nation Kraft, Weisheit, Toleranz und Frieden gewähren möge. Möge Gott den Familien der Opfer Kraft geben, um den Verlust ihrer Geliebten zu ertragen. Den Verletzten wünschen wir eine schnelle Genesung.

Moschee-Attentat Ägypten: missio und koptisch-katholische Kirche in Ägypten rufen zu Zusammenhalt von Christen und Muslimen auf

Patriarch Ibrahim Sedrak: „Ursachen des Terrorismus bekämpfen“ – missio-Präsident Krämer: „Religionen nicht gegeneinander ausspielen“

Patriarch Ibrahim Sidrak bei seinem Treffen mit dem missio-Vorstand in Aachen

Patriarch Ibrahim Sidrak bei seinem Treffen mit dem missio-Vorstand in Aachen

Das katholische Hilfswerk missio Aachen verurteilt gemeinsam mit der koptisch-katholischen Kirche in Ägypten den gestrigen Anschlag auf eine Moschee auf dem ägyptischen Sinai mit mehr als 230 Toten. „Wir hoffen, dass die Opfer als Märtyrer Barmherzigkeit vor Gott finden und die Verletzten rasch genesen“, so der koptisch-katholische Patriarch von Ägypten, Ibrahim Sedrak, in einer Stellungnahme, die missio vorliegt. Patriarch Ibrahim war 2013 Gast der missio-Kampagne zum Weltmissionssonntag gewesen. „Der Staat und alle Ägypter müssen sich mit extremistischen Ideologien auseinandersetzen und eine Strategie entwickeln, wie die Ursachen des Terrorismus beseitigt werden können“, sagte Patriarch Ibrahim weiter. „Terror kann niemals mit Religion legitimiert werden“, so Patriarch Ibrahim.

„Wir trauern mit Patriarch Ibrahim und allen Ägyptern um die Opfer des Anschlags auf eine Moschee, in der gläubige Muslime einfach nur beten wollten“, sagte Prälat Klaus Krämer, Präsident von missio Aachen. Der Terror treffe in Ägypten wahllos Muslime und Christen. Zuletzt waren im Mai rund 30 Menschen bei einem Anschlag auf eine koptische Kirche gestorben. „Deshalb ist es richtig, dass die koptisch-katholische Kirche den interreligiösen Dialog vorantreibt und gemeinsam mit der Mehrheit der Muslime für eine zivilgesellschaftliche Befriedung Ägyptens arbeitet. Das unterstützt missio“, so Prälat Krämer weiter. „Wir dürfen es nicht zulassen, dass fundamentalistische Gewalttäter die Religionen gegeneinander ausspielen, das führt uns dieser Anschlag wieder deutlich vor Augen“, betonte Prälat Krämer.

missio und koptische Kirche in Ägypten zu Anschlag auf Moschee

Wir als katholisches Hilfswerk missio Aachen verurteilen gemeinsam mit der koptisch-katholischen Kirche in Ägypten den Anschlag auf eine Moschee auf dem ägyptischen Sinai mit mehr als 230 Toten.

War im Oktober 2013 Gast bei missio Aachen gewesen: Patriarch Ibrahim Isaac Sedrak (mitte); rechts missio-Präsident Prälat Dr. Klaus Krämer, links missio-Vizepräsident Dr. Gregor von Fürstenberg. Foto: missio

War im Oktober 2013 Gast bei missio Aachen gewesen: Patriarch Ibrahim Isaac Sedrak (mitte); rechts missio-Präsident Prälat Dr. Klaus Krämer, links missio-Vizepräsident Dr. Gregor von Fürstenberg. Foto: missio

„Wir hoffen, dass die Opfer als Märtyrer Barmherzigkeit vor Gott finden und die Verletzten rasch genesen”, so der koptisch-katholische Patriarch von Ägypten, Ibrahim Sedrak, in einer Stellungnahme, die missio vorliegt. Patriarch Ibrahim war 2013 Gast der missio-Kampagne zum Weltmissionssonntag gewesen. „Der Staat und alle Ägypter müssen sich mit extremistischen Ideologien auseinandersetzen und eine Strategie entwickeln, wie die Ursachen des Terrorismus beseitigt werden können“, sagt Patriarch Ibrahim weiter. „Terror kann niemals mit Religion legitimiert werden”, so Patriarch Ibrahim.

Wir dürfen es nicht zulassen, dass fundamentalistische Gewalttäter die Religionen gegeneinander ausspielen

“Wir trauern mit Patriarch Ibrahim und allen Ägyptern um die Opfer des Anschlags auf eine Moschee, in der gläubige Muslime einfach nur beten wollten”, erklärt Prälat Klaus Krämer, Präsident von missio Aachen. Der Terror treffe in Ägypten wahllos Muslime und Christen. Zuletzt waren im Mai rund 30 Menschen bei einem Anschlag auf eine koptische Kirche gestorben. “Deshalb ist es richtig, dass die koptisch-katholische Kirche den interreligiösen Dialog vorantreibt und gemeinsam mit der Mehrheit der Muslime für eine zivilgesellschaftliche Befriedung Ägyptens arbeitet. Das unterstützt missio”, so Prälat Krämer weiter. „Wir dürfen es nicht zulassen, dass fundamentalistische Gewalttäter die Religionen gegeneinander ausspielen, das führt uns dieser Anschlag wieder deutlich vor Augen”, betont Prälat Krämer.

Vietnam: Neuer, schwerer Vorwurf gegen Rechtsanwalt Nguyen Van Dai

von Quoc Dung, veto! Human Rights Defenders‘ Network

Bitte machen auch Sie bei der Petition zur Freilassung von Nguyen Van Dai mit!

Bitte machen auch Sie bei der Petition zur Freilassung von Nguyen Van Dai mit!

Am 30.07.2017 erfuhr die Öffentlichkeit von einem neuen Vorwurf gegen den Rechtsanwalt Nguyen Van Dai: „Aktivitäten zum Umsturz der Volksregierung“. Nach dem vietnamesischen Strafgesetzbuch könnte deswegen die Todesstrafe verhängt werden. Später erfuhr sein Rechtsanwalt, dass der ursprüngliche Vorwurf „Propaganda gegen den Sozialistischen Staat Vietnam“ weiterhin besteht. Beide Vorwürfe gehören zum Kapitel „Gefährdung der nationalen Sicherheit“ im Strafgesetzbuch. RA Dai sitzt seit dem 16.12.2015 ohne Gerichtsverfahren in einem Gefängnis in Hanoi.

Der konvertierte Christ Nguyen Van Dai ist ein Menschenrechtsanwalt aus Überzeugung. Er kam 1989 als Vertragsarbeiter in die DDR und hat den Mauerfall miterlebt. Erlebnisse von dieser friedlichen Revolution hatten ihn nach der Rückkehr angespornt, Jura zu studieren, um Menschen in seinem Land zu helfen. Er ist wegen der Verteidigung von verfolgten Christen bekannt. RA Dai war der erste Rechtsanwalt in Vietnam, der in politischen Prozessen auf Unschuld und Freilassung seiner Mandanten plädiert hat. Es war ein mutiger Schritt, denn die Regierung würde dies als Auflehnung gegen das System bewerten. Dank seiner Initiative hat heute das Plädieren auf Unschuld in politischen Prozessen zugenommen.

Wegen „Propaganda gegen den Sozialistischen Staat Vietnam“ wurde RA Dai auf dem Weg zu einem Treffen mit der EU–Delegation am 16.12.2015 in Hanoi verhaftet. Er sitzt seitdem in Isolationshaft. Seine Anwälte dürfen ihn nicht besuchen. Seine Ehefrau hat ihn dreimal kurz besuchen dürfen, jedes Mal nach erheblichem Druck der internationalen Gemeinschaft. Er weiß bis heute nicht, dass er den Menschenrechtspreis vom Deutschen Richterbund bekommen hat. Seine Frau, die bei der Ausreise zur Preisverleihung am Flughafen in Hanoi aufgehalten worden war, durfte ihm davon nicht erzählen, weil dies eine Bedingung für den Besuch war.

Seit seiner Verhaftung kritisiert die Menschenrechtsorganisation veto!, dass ihm keine konkrete Taten zur Last gelegt werden kann. Die vietnamesische Ermittlungsbehörde schweigt bislang und die Staatspresse schreibt tendenziöse Berichte über angebliche Straftaten, die er vor 2007 begangen haben soll und für die er wegen „Propaganda gegen den Sozialistischen Staat Vietnam“ zu vier Jahren Haft und vier Jahren Hausarrest verurteilt wurde. Hier mutmaßt veto!, dass die vietnamesische Regierung  in diesem wie auch in anderen politischen Fällen sich nicht konkret zu den Vorwürfen geäußert hat, um den Vorwurf später beliebig ändern zu können.

Für seine Freilassung setzen sich das katholische Hilfswerk missio und die Menschenrechtsorganisation veto! ein. Die Bundestagsabgeordnete Marie-Luise Dött übernimmt die Patenschaft für ihn im Rahmen des Bundestagsprogramms „Parlamentarier schützen Parlamentarier“. Der von ihr initiierte Appell für Dai wurde von 73 Parlamentariern aus 14 Ländern im September 2016 unterstützt. Der Deutsche Richterbund hat die Arbeit von RA Dai im April 2017 mit dem Menschenrechtspreis gewürdigt.

Die Situation von Dai hat sich nach der Verleihung des Menschenrechtspreises des Deutschen Richterbundes verschlimmert. Die vietnamesische Regierung scheint über die Verleihung des Preises verärgert zu sein und hat mehrfach wiederholt, dass man dies als Einmischung in die innere Angelegenheit des südostasiatischen Landes sehe. Anlässlich des G20 Gipfels Anfang Juli 2017 hat der Bundespräsident über den Fall Dai mit dem vietnamesischen Ministerpräsidenten gesprochen. Danach folgte am 23.07.2017 die Entführung eines vietnamesischen Asylbewerbers in Berlin, die zu großen Verstimmungen zwischen Deutschland und Vietnam geführt hat. Am 30.07.2017, d.h. drei Wochen nach dem Einsatz des Bundespräsidenten und eine Woche nach der Entführung, wurden vier weitere prominente Aktivisten verhaftet, die laut Information der Staatssicherheit im Zusammenhang mit dem Fall von Dai stehen sollen. Bei dieser Gelegenheit erfuhr die Öffentlichkeit erst, dass der Strafvorwurf gegen Dai um zusätzliche „Aktivitäten zum Umsturz der Volksregierung“ erweitert wurde. Auch im Zusammenhang mit Dai erfolgten drei weitere Verhaftungen am 4. August, 1.September und 17. Oktober 2017 wegen subversiven Aktivitäten. Damit wurde die Zahl der Verhaftungen insgesamt auf neun Personen erhöht.

Bitte unterschreiben auch Sie unsere Petition unter arrowmissio-hilft.de/Daiarrow

Gewaltbetroffene indische Christen erwarten Entschädigung

Ein Beitrag von ucanews.com

Ajaya Kumar Singh setzt sich für die Opfer in Kandhamal ein.

Ajaya Kumar Singh setzt sich für die Opfer in Kandhamal ein.

Das Oberste Gericht hatte die Odisha-Regierung angewiesen, zusätzliche Entschädigung für das schlimmste anti-christliche Blutvergießen in der indischen Geschichte zu zahlen.

Zwei Frauen, die Opfer der 2008 antichristlichen Gewalt in Kandhamal waren, erzählten ucanews.com, wie ihre Angehörigen angegriffen und getötet wurden. Die Opfer warten nach neun Jahren immer noch auf  eine Entschädigung.
Eine ökumenische Delegation hat die indische Regierung in Odisha aufgefordert, die Richtlinie des Obersten Gerichtshofs zur Erhöhung der Entschädigungszahlungen an die Opfer von antichristlicher Gewalt endlich umzusetzen.
Der Oberste Gerichtshof hat die Anordnung vor mehr als einem Jahr erlassen.
Am 25. Oktober traf sich die Delegation von sechs christlichen Führern mit Beamten des Bezirks Kandhamal, um sich über die lange Verzögerung zu beschweren.
Im Jahr 2008 griffen Hindu-Nationalisten in diesem Bezirk Hunderte von verarmten Dörfern an und ließen mindestens Dutzende Tote zurück – einschließlich behinderter und älterer Menschen sowie Kinder und Frauen.
Tausende von Häusenr sowie Kirchen wurden zerstört.
Am 2. August letzten Jahres hat der Oberste Gerichtshof von Indien die Staatsregierung angewiesen, zusätzliche Entschädigung für das schlimmste anti-christliche Blutvergießen in der indischen Geschichte zu zahlen.
Pater Ajay Kumar Singh, der für die Opfer von Gewalt arbeitet, sagte, dass ihm der oberste Bezirksbeamte sagte, dass weitere Zahlungen durch administrative Komplikationen verzögert wurden, aber innerhalb von zwei Monaten erfolgen würden.
Der Oberste Gerichtshof forderte den Staat auf, eine zusätzliche Entschädigung von 300.000 Rupien (4.600 US-Dollar) pro Todesfall zusätzlich zu den 500.000 Rupien zu zahlen, die bereits Familien von 39 getöteten Personen zugeteilt wurden.
Erhöhte Zahlungen wurden auch für Familien angeordnet, deren Häuser vollständig zerstört oder teilweise beschädigt wurden.
Vater Singh sagte, dass nicht einmal alle anfänglichen Kompensationsverpflichtungen erfüllt worden seien.
Und die tatsächliche Zahl der Opfer – durch Tod oder Zerstörung von persönlichem und kirchlichem Eigentum – sei nicht anerkannt worden, beklagte er sich.
Während Entschädigung nur für 39 Todesfälle vereinbart worden war, war die reale Zahl der Todesfälle viel höher  (100). Pater Singh beschuldigte den Staat, gegenüber wirtschaftlich armen und politisch unbedeutenden Christen gleichgültig zu sein, die nur 2,7 Prozent der 42 Millionen Einwohner des Staates ausmachen.
Und er zitierte die Kritik des Obersten Gerichtshofs, dass die Staatsverwaltung es versäumt habe, Hunderte von Tätern zu identifizieren und zu verfolgen.
“Zehn Jahre sind eine lange Zeit im Leben eines Menschen und verspätete Gerechtigkeit ist verweigerte Gerechtigkeit “, sagte Pater Singh. “Unser legaler Kampf wird für unsere Leute weitergehen.”

Neue koptische Märtyrer in Lybien

Von Father Rafic Greiche, Sprecher der katholischen Bischofskonferenz von Ägypten

Greiche, RaficAm 30. Dezember 2014 wurden sieben ägyptische Arbeiter aus der Stadt Sirt im Osten Lybiens entführt, als sie auf der Rückreise nach Ägypten waren. Am 3. Januar 2015 wurden vierzehn weitere Arbeiter entführt. Die ISIS hat kurz darauf bekannt gegeben, dass die 21 Arbeiter als Geisel genommen wurden. Es wurde kein Lösegeld gefordert und auch weitere Forderungen wurden nicht genannt. Sie sagte nur, dass sie die Arbeiter, von denen die meisten aus ärmeren Verhältnissen stammen, töten würden. Die ägyptische Regierung beauftragte eine Sondereinheit, kontaktierte die lybische Regierung, um die Krise zu beenden. Die ISIS hatte aber vor, eine große Show daraus zu machen.

Am 15. Februar veröffentlichte die ISIS ein Fünf-Minuten-Video, das die Enthauptung der 21 Arbeiter zeigte. Die koptischen Arbeiter beteten.

Diese Männer waren arme Menschen, die auf der Suche nach Arbeit nach Lybien gegangen waren, um Geld zu verdienen. Wegen der politischen Krise in Lybien, war der Aufenthalt sehr gefährlich.

Der ägyptische Präsident Abdel Fatah el Sisi beschloss aus Rache einen Luftangriff auf das ISIS-Camp in Ost-Lybien zu starten. Danach besuchte er den koptischen Patriarchen von Alexandria,  um zu kondolieren, was von den Kopten in Ägypten sehr geschätzt wurde. Der Präsident veranlasste den Bau einer Kirche zu Ehren der Märtyrer.

In dem Video wird spricht ein Mann Drohungen, besonders gegen Rom, aus und sagt, dass die nächsten Angriffe in Europa stattfinden werden. Danach passierten viele Anschläge in Europa, die von der ISIS und den rekrutierten Jugendlichen vollführt wurden, die einer Gehirnwäsche unterzogen wurden und in Syrien oder Irak von der ISIS trainiert und ausgebildet wurden.

Vor zwei wochen hat die lybische Regierung die Überreste der 21 koptischen Märtyrer gefunden haben. Diese werden in der Kirche beigesetzt, die ihnen zu Ehren erbaut wurde.