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Gewaltbetroffene indische Christen erwarten Entschädigung

Ein Beitrag von ucanews.com

Ajaya Kumar Singh setzt sich für die Opfer in Kandhamal ein.

Ajaya Kumar Singh setzt sich für die Opfer in Kandhamal ein.

Das Oberste Gericht hatte die Odisha-Regierung angewiesen, zusätzliche Entschädigung für das schlimmste anti-christliche Blutvergießen in der indischen Geschichte zu zahlen.

Zwei Frauen, die Opfer der 2008 antichristlichen Gewalt in Kandhamal waren, erzählten ucanews.com, wie ihre Angehörigen angegriffen und getötet wurden. Die Opfer warten nach neun Jahren immer noch auf  eine Entschädigung.
Eine ökumenische Delegation hat die indische Regierung in Odisha aufgefordert, die Richtlinie des Obersten Gerichtshofs zur Erhöhung der Entschädigungszahlungen an die Opfer von antichristlicher Gewalt endlich umzusetzen.
Der Oberste Gerichtshof hat die Anordnung vor mehr als einem Jahr erlassen.
Am 25. Oktober traf sich die Delegation von sechs christlichen Führern mit Beamten des Bezirks Kandhamal, um sich über die lange Verzögerung zu beschweren.
Im Jahr 2008 griffen Hindu-Nationalisten in diesem Bezirk Hunderte von verarmten Dörfern an und ließen mindestens Dutzende Tote zurück – einschließlich behinderter und älterer Menschen sowie Kinder und Frauen.
Tausende von Häusenr sowie Kirchen wurden zerstört.
Am 2. August letzten Jahres hat der Oberste Gerichtshof von Indien die Staatsregierung angewiesen, zusätzliche Entschädigung für das schlimmste anti-christliche Blutvergießen in der indischen Geschichte zu zahlen.
Pater Ajay Kumar Singh, der für die Opfer von Gewalt arbeitet, sagte, dass ihm der oberste Bezirksbeamte sagte, dass weitere Zahlungen durch administrative Komplikationen verzögert wurden, aber innerhalb von zwei Monaten erfolgen würden.
Der Oberste Gerichtshof forderte den Staat auf, eine zusätzliche Entschädigung von 300.000 Rupien (4.600 US-Dollar) pro Todesfall zusätzlich zu den 500.000 Rupien zu zahlen, die bereits Familien von 39 getöteten Personen zugeteilt wurden.
Erhöhte Zahlungen wurden auch für Familien angeordnet, deren Häuser vollständig zerstört oder teilweise beschädigt wurden.
Vater Singh sagte, dass nicht einmal alle anfänglichen Kompensationsverpflichtungen erfüllt worden seien.
Und die tatsächliche Zahl der Opfer – durch Tod oder Zerstörung von persönlichem und kirchlichem Eigentum – sei nicht anerkannt worden, beklagte er sich.
Während Entschädigung nur für 39 Todesfälle vereinbart worden war, war die reale Zahl der Todesfälle viel höher  (100). Pater Singh beschuldigte den Staat, gegenüber wirtschaftlich armen und politisch unbedeutenden Christen gleichgültig zu sein, die nur 2,7 Prozent der 42 Millionen Einwohner des Staates ausmachen.
Und er zitierte die Kritik des Obersten Gerichtshofs, dass die Staatsverwaltung es versäumt habe, Hunderte von Tätern zu identifizieren und zu verfolgen.
“Zehn Jahre sind eine lange Zeit im Leben eines Menschen und verspätete Gerechtigkeit ist verweigerte Gerechtigkeit “, sagte Pater Singh. “Unser legaler Kampf wird für unsere Leute weitergehen.”

Neue koptische Märtyrer in Lybien

Von Father Rafic Greiche, Sprecher der katholischen Bischofskonferenz von Ägypten

Greiche, RaficAm 30. Dezember 2014 wurden sieben ägyptische Arbeiter aus der Stadt Sirt im Osten Lybiens entführt, als sie auf der Rückreise nach Ägypten waren. Am 3. Januar 2015 wurden vierzehn weitere Arbeiter entführt. Die ISIS hat kurz darauf bekannt gegeben, dass die 21 Arbeiter als Geisel genommen wurden. Es wurde kein Lösegeld gefordert und auch weitere Forderungen wurden nicht genannt. Sie sagte nur, dass sie die Arbeiter, von denen die meisten aus ärmeren Verhältnissen stammen, töten würden. Die ägyptische Regierung beauftragte eine Sondereinheit, kontaktierte die lybische Regierung, um die Krise zu beenden. Die ISIS hatte aber vor, eine große Show daraus zu machen.

Am 15. Februar veröffentlichte die ISIS ein Fünf-Minuten-Video, das die Enthauptung der 21 Arbeiter zeigte. Die koptischen Arbeiter beteten.

Diese Männer waren arme Menschen, die auf der Suche nach Arbeit nach Lybien gegangen waren, um Geld zu verdienen. Wegen der politischen Krise in Lybien, war der Aufenthalt sehr gefährlich.

Der ägyptische Präsident Abdel Fatah el Sisi beschloss aus Rache einen Luftangriff auf das ISIS-Camp in Ost-Lybien zu starten. Danach besuchte er den koptischen Patriarchen von Alexandria,  um zu kondolieren, was von den Kopten in Ägypten sehr geschätzt wurde. Der Präsident veranlasste den Bau einer Kirche zu Ehren der Märtyrer.

In dem Video wird spricht ein Mann Drohungen, besonders gegen Rom, aus und sagt, dass die nächsten Angriffe in Europa stattfinden werden. Danach passierten viele Anschläge in Europa, die von der ISIS und den rekrutierten Jugendlichen vollführt wurden, die einer Gehirnwäsche unterzogen wurden und in Syrien oder Irak von der ISIS trainiert und ausgebildet wurden.

Vor zwei wochen hat die lybische Regierung die Überreste der 21 koptischen Märtyrer gefunden haben. Diese werden in der Kirche beigesetzt, die ihnen zu Ehren erbaut wurde.

Gebet für sieben inhaftierte unschuldige Christen in Odisha

Quelle: fides.org

Gefangene Kandhamal Gruppe Querformat

Die Kirche in Indien lädt zum Gebet für die Freilassung der sieben im indischen Staat Odisha (bis 2011 Orissa) inhaftierten unschuldigen Christen ein, die sich seit neun Jahren in Haft befinden: Bhaskar Sunamajhi, Bijay Sanseth, Buddhadev Nayak, Durjo Sunamajhi, Gornath Chalanseth, Munda Badamajhi e Sanatan Badamajhi.
Die sieben Gefangenen kommen aus dem Distrikt Kandhamal, der 2007 und 2008 Schauplatz antichristlicher Gewalt waren, und sind zu Unrecht für des Mordes an dem hinduistischen Religionsführer Swami Laxmanananda Saraswati angeklagt, der in Odisha am 23. August 2008 ermordet wurde. Ein Distriktgereicht verurteilte sie 2013, ein Berufungsverfahren beim Hohen Gericht in Cuttack ist noch nicht abgeschlossen. Die Anhörung wurde bereits mehrmals verschoben. Der Mord an dem hinduistischen Religionsführer war Auslöser der antichristlichen Gewalt von 2008. Zunächst wurden Christen für den Mord verantwortlich gemacht, während sich später maoistische Gruppen dazu bekannten.
In den vergangenen Tagen befassten sich katholische Geistliche in Kerala mit dem Thema “Was ist in Kandhamal passiert?”, wobei die Anwesenden daran erinnerten, dass die indische Kirche auch für den im Jemen entführten und nun freigelassenen Pater Tom Uzhunnalil veranstaltet hatte. „Nun müssen wir für die unschuldigen Christen in Kandhamal beten”, so der Journalist Anto Akkara, der sich mit den Ereignissen in Kandahal und dem Mord an Swami Laxmanananda in verschiedenen Büchern befasste und dabei entlastende Beweise für die Christen sammelte.
In Zusammenarbeit mit Akkara schrieben die katholischen Priester ein Gebet, dass in den katholischen Gemeinden in Odisha und in anderen indischen Staaten gebetet werden soll. Bischöfe, Priester Ordensleute und Laien teilten mit, dass sich der Initiative anschließen wollen. “Ich habe keinen Zweifel daran, dass wir handeln müssen. Das Blut der Märtyrer wird die Gläubigen dazu drängen, für diejenigen zu betten, die keine Stimme haben“, so Akkara.
Akkara brachte auch eine Petition an den vorsitzenden Richter des Obersten Gerichts in Indien und den Präsidenten der Indischen Menschenrechtskommission auf den Weg. “Das ist für mich ein Weg des Glaubens. Der Herr hat mich dabei während der vergangenen neun Jahre begleitet. Sowohl die Petition als auch die Gebetsinitiative bringen den Wunsch nach Wahrheit und Gerechtigkeit zum Ausdruck“, so Akkara abschließend.
Im Jahr kam es 2008 in Kandhamal (Odisha) zu Massenübergriffen auf die christlichen Gemeinden in der Region. Rund 100 Christen wurden ermordet, 300 Kirchen und 6.000 Wohnungen geplündert und 56.000 Familien vertrieben.

Erneut wurde ein katholischer Aktivist in Vietnam verhaftet

 

Quelle: ucanews.com

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Ein Gericht in Zentral-Vietnam hat einen ehemaligen politischen Häftling verurteilt, weil er Wiederstand gegen Sicherheitskräfte geleistet und seine Bewährungsauflagen missachtet haben soll.

“Nguyen Van Oai wurde zu fünf Jahren Haft verurteilt, obwohl er keine Straftat begangen hat”, sagt Priester Thuc.

Das Gericht von Nghe verurteilte Nguyen Van Oai am 18. September verhaftet. Drei Jahre bekam er für das Wiederstandleisten und zwei Jahre für die Missachtung seiner Bewährungsauflagen. Zusätzlich bekam er noch eine dreijährige Bewährungsstrafe.

Oai, ein 36- jähriger Aktivist aus Yen Hoa wurde im Januar verhaftet, als er einen Spaziergang  durch Hoang Mai machte, während er seine Bewährungsstrafe verbüßte, die er wegen einer früheren Verurteilung – Versuch die Regierung zu stürzen – bekam. Damals ging er von 2013 bis 2015 ins Gefängnis.

Am 18. September sagte Oai’s Anwalt über Facebook, dass er die Taten nicht begangen habe.

Am 1. September betrat die Polizei Oai’s Haus ohne Erlaubnis und filmte seine Familie. Oai zwang die Polizei zu gehen. Er wurde beschuldigt, einen Holzstock benutzt zu haben, mit dem er den Arm eines Polizisten geschlagen hat.

Oai’s Anwalt sagte, dass die Polizei rechtswidrig handelte, weil sie das Haus ohne Zustimmung betrat. Deswegen sein Oai’s Reaktion gerechtfertigt gewesen. Er sagte ebenfalls, dass Oai, der auch ein bekannter Blogger ist, nicht gegen seine Bewährungsauflagen verstoßen habe.

Vater John Baptist Nguyen Dinh Thuc sagte in einem Videobeitrag, dass Oai’s Unterstützer – sogar seine Mutter und Frau – daran gehindert wurden, das Gericht zu betreten.

„Das Urteil ist eine Ungerechtigkeit, weil Oai keine Straftat begangen hat“, sagte Vater Thuc.

Vor dem Gerichtsgebäude forderten die Unterstützer die Freilassung Oai’s. Nach seiner Befreiung 2015 sagte Oai, dass er unschuldig gewesen ist. Er half den lokalen Bauern, indem er gegen den Missbrauch der Regierung an den Bauern vorging (Steuern und Gebühren).

Er half Fischern, Anklage gegen die Taiwaneische Firma „Formosa“ zu erheben, die giftigen Abfall in Gewässern in vier zentralen Provinzen entsorgte.

Mehr als 20 Blogger wurden dieses Jahr festgenommen.

 

 

Schreie der Rohinyas – Schreie der Menschlichkeit

myanmar-flagge_full_lSeit Jahrzehnten werden die Rohingya in Myanmar unterdrückt. Sie leiden unter Ausgrenzung und Gewalt. Myanmar ist buddhistisch orientiert, die Rohingya sind aber eine muslimische Minderheit und gelten in dem Land nicht als eine eigene Bevölkerungsgruppe. Das Land erkennt ihnen Rechte ab und richtet Militäroffensiven gegen sie. Missio-Projektpartner Kardinal Patrick D’Rozario, Erzbischof von Dhaka, berichtet über die jüngsten Anschläge und die Flüchtlingssituation vor Ort.

Die Menschlichkeit wird Welt von vielen Personen auf so viele Art und Weisen auf der ganzen Welt angegriffen.

Der jüngste Anschlag ist eine Attacke auf das Menschsein der Rohingya in Rakhaine in Myanmar. Der Anschlag resultierte in einer Abwanderung von über 400.000 Menschen. Sie verließen ihr Heimatland und gingen nach Bangladesch, ohne Hoffnung für die Zukunft, ohne Träume. Sie wollten einfach ihr Leben vor den unmenschlichen Grausamkeiten retten.

Trotz dieser Anschläge ist unsere Menschlichkeit nicht vollkommen zerstört worden. Als Beispiel kann man hier Bangladesch nennen, das seine Grenzen geöffnet hat. Die Menschen vor Ort öffneten ihre Herzen für die Kinder, Frauen, Alten, Kranken, Verwundeten und sogar für die unzähligen Ungeborenen. Es ist ein Beispiel für die Mütterlichkeit der Menschlichkeit, die von dem Premierminister von Bangladesch, Sheikh Hasina, manifestiert wurde. Die Menschen in Bangladesch sind ebenfalls ein Beispiel dafür. Das Land tut, was es kann. In der Armut teilt es seine Reichtümer, menschliche Werte und den Schatz unserer Kultur.

Diese liebevolle Geste Bangladeschs sollte die Wahrnehmung der Welt wecken, um ein Bewusstsein zu schaffen oder sogar den Druck auf die Autoritäten Myanmars zu verstärken. Sie sollen daran erinnert werden, dass Menschlichkeit ohne politische, religiöse, ethnische und geschichtliche Berechnungen möglich ist.

Die Liebe Bangladesch sollte die Autoritäten Myanmars unter Druck setzen, sodass sie ihre Grenzen öffnen, damit ihre Brüder und Schwestern in ihr Heimatland zurückkehren können, ohne Angst davor haben zu müssen, dass ihre Würde, ihre Rechte und ihre Sicherheit missachtet werden. Auf diese Weise wird die Menschlichkeit auf ein neues wiederauferweckt.

Die Kirche besitzt ethische und spirituelle Werte, die große Macht besitzen. Die Machthaber, in Myanmar oder woanders, sollten dies wissen.

Die Schreie der leidenden Rohingya sind in unseren Ohren angekommen. Unsere Augen sahen ihr Leiden. Unsere Herzen sind voller Mitgefühl. Die Katholische Kirche in Bangladesch – insbesondere Caritas Bangladesch – wartet auf Entscheidungen und die Erlaubnis bestimmter Regierungsagenturen, damit sie schnell in der Region helfen können, um den Opfern helfen zu können, indem sie sie mit Essen, Kleidung, Wasser, Medizin und ihrer Betreuung unterstützen können.

Vielen Dank an den Heiligen Vater Franziskus, der immer auf der Seite der Rohingya Opfer stand. Er ist bei uns. Vielen Dank an Caritas Internationalis, die die lokale Caritas Bangladesch unterstützt.

In der gegenwärtigen Situation soll Wohltätigkeit an erster Stelle stehen. Lasst uns alle – auch die Kirche – ein Krankenhaus auf dem Schlachtfeld sein, das auf die dringenden Bedürfnisse antwortet. Keine anderen Gründe sollten die Wohltätigkeit überschatten. Lasst uns den Flüchtlingen und diesem leidenden Teil der Welt unsere Liebe, unser Mitgefühl und unsere Solidarität zeigen.

Gebete der lokalen Kirche warden diejenigen Begleiten, die auf die eine oder andere Weise von dieser Krise betroffen sind. Es wird diejenigen begleiten, die sich um das Wohlergehen der leidenden Bevölkerung kümmern.

Interreligiösen Dialog nicht durch aggressive Missionsmethoden gefährden

wege des friedensDie friedliche Koexistenz der Religionen als eine der „wesentlichen Herausforderungen“ für die globalisierte Gesellschaft im 21. Jahrhundert darf nicht durch „aggressive Missionsmethoden“ gefährdet werden. Dies hat Prälat Klaus Krämer, Präsident des Internationalen Katholischen Missionswerkes missio Aachen, am Montag in Münster beim Weltfriedenstreffen der Gemeinschaft Sant’Egidio gefordert. Eine immer größere Bedeutung gewinne dabei der interreligiöse Dialog, der zwar „anstrengend“, aber der „einzige Weg zu einem friedlichen Zusammenleben“ sei. Als Beispiele nannte Krämer drei missio-Projekte in Pakistan, Nigeria und der Zentralafrikanischen Republik, die durch gemeinsame Präventionsarbeit von Christen und Muslimen gegen gewalttätige Auseinandersetzungen Maßstäbe setzten.

Voraussetzung für den interreligiösen Dialog seien interkulturelle Kompetenz, die Entwicklung der eigenen religiösen Identität und die Bereitschaft zum Gespräch auf Augenhöhe. Prälat Krämer forderte alle Verantwortlichen im weltweiten Religionsdialog dazu auf, sich mit Nachdruck gegen jede „destruktive und respektlose Abgrenzung zwischen den Religionen“ und die „missbräuchliche Instrumentalisierung religiöser Gefühle“ zu wenden. Es dürfe keine Gewalt gegen Andersdenkende, keine unlauteren Methoden zu Lasten anderer Religionen und kein einseitiges Ausnutzen einer faktischen Machtstellung gegenüber Minderheiten geben.

 

Weitere Informationen finden Sie unter http://www.santegidio.org/

Bundesregierung muss Indien an Achtung der Religionsfreiheit erinnern

missio-Kampagne "freeourhusbands" setzt sich für bedrängte Christen in Indien ein.

missio-Kampagne “freeourhusbands” setzt sich für bedrängte Christen in Indien ein.

Zum 70. Jahrestag der Gründung Indiens fordert das Internationale Katholische Missionswerk missio in Aachen die Bundesregierung auf, sich stärker für die Achtung der Religionsfreiheit in der bevölkerungsreichsten Demokratie der Welt einzusetzen. “Die gegenwärtige indische Regierung schaut weg, wenn Hindu-Nationalisten Christen oder Muslime diskriminieren oder gar Gewalt gegen ethnische und religiöse Minderheiten schüren, das widerspricht eklatant der Gründungsidee des Landes”, so Prälat Klaus Krämer, Präsident des Internationalen Katholischen Missionswerkes missio Aachen.

“Unsere Partner berichten von ernstzunehmenden hindu-nationalistischen Bemühungen, den säkularen Charakter der indischen Verfassung zu beseitigen und den Hinduismus zu einer Art Staatsreligion zu erheben, diese Entwicklung darf die Bundesregierung nicht ignorieren”, so Prälat Krämer weiter. Deutschland strebe gegenwärtig eine stärkere politische und wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Indien an. “Deshalb sollte die Bundesregierung daran interessiert sein, dass Indien eine stabile Demokratie bleibt und nicht durch die politische Instrumentalisierung der Religionsfrage weiter erschüttert wird”, so Prälat Krämer.

“Wir setzen uns zur Zeit mit der Petition #freeourhusbands für die Freilassung von sieben unschuldig zu lebenslänglicher Haft verurteilten Christen im Bundesstaat Odisha ein,“ bittet Prälat Krämer um Unterstützung der Petition. Die sieben verurteilten Christen sind von Hindu-Nationalisten mit gefälschten Anschuldigungen vor Gericht gebracht worden. „Für sie ist die mangelnde internationale politische Unterstützung sehr bedrückend“, so Krämer weiter. missio-Partner betreuen die Familien der Inhaftierten. Dieser Fall steht stellvertretend dafür, warum mehr politischer und diplomatischer Druck auf Indien in der Frage der Religionsfreiheit notwendig ist.

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